Aber letzte Woche kam auch einmal die Sonne raus, so dass ich den Platz in meinem Stammcafé am Eastern Market einnehmen konnte:
im Hintergund sieht man die Markthalle des Eastern Market, die 1873 erbaut wurde und die letzte von ehemals vielen in DC ist, die um die Jahrhunderwende die Lebensmittelversorgung für die Stadt sicherstellten, aber schon in den 20er-Jahren der Konkurrenz der Supermärkte weichen mussten.
Glücklicherweise wurde der Eastern Market nicht abgerissen und in den 60er-Jahren wiederbelebt und heute kann man hier insbesondere am Wochenende frisches Obst und Gemüse direkt von Bauern einkaufen:
Und für Flohmarktfreunde gibts gleich gegenüber am Wochenende auch eine bunte Mischung aus gebrauchten Sachen und kitschigem amerikanischen Kunsthandwerk
Ein Zeichen dafür, dass ein Stadtteil sicher ist und einen gewissen sozialen Stadard hat, ist die Ansiedelung einer Safeway-Filiale. Solch eine gibt es bei uns zum Glück auch um die Ecke:
Erstaunlicherweise ist die Verbereitung von Billigsupermärkten alla Aldi, Lidl und Co. ein auf Deutschland begrenztes Phänomen. Lebensmittel sind hier ziemlich teuer. Etwas günstiger bekommt man sie in den großen Shopping-Malls vor den Toren der Städte, wo wir auch einmal pro Woche hinfahren. Aber bei Safeway kann man immerhin Bagels zum Früstück holen (wenn schon keine Schrippen von Kasper) und auch mitten in der Nacht noch alles, was man gerade dringend braucht.
Selbstverständlich bin ich auch schon Besitzer einer Safeway-Card, denn Sonderangebote sind hier das ein und alles, die Zeitungen sind voll mit Rabatt-Coupons und ich komme leicht in Versuchung wie Loriot gleich größere Mengen von "get one free" (if you buy one) zu kaufen...