Thursday, July 15, 2010

Urlaub in den kühlen USA

Um der DC Hitze zu entfliehen ging es (wieder) in die kühleren Berge Montanas, zunächst nach Billings, wo gerade ein Tornado die Stadthalle zerstört hatte.

Der Flug aus Deutschland hatte alledrings Zwischenstopp in Toronto gemacht, wo es zufälligerweise gerade viel über den G8/G20 Gipfle zu berichten gab. Das Foto mit dem Bodybuilder muss leider noch nachgereicht werden.

Dafür gings dann schnell in die hohen Berge Richtung Yellowstone Park.

Mit guter Abkühlung und Stärkung mit Forelle im netten Bergdorf Cooke City.

Tiere sind in US Nationalparks nicht zu übersehen, man muss nur anhalten, wo schon andere Autos am Straßenrand stehen. (Wir haben aber auch den Gegentest gemacht und auf offenere Strecke gehalten, wo es keine Tiere gab: gleich hielten andere Autos hinter uns...)

Aber so hatten wir gleich die zwei interessantesten gesehen: Die faszinierenden Büffel und einen Schwarzbären mit Jungem, der auf dem Foto wie üblich nur als Punkt zu erkennen ist.

Mit den kühlen Bergen stimmte es leider nicht, die erste Wanderung war ganz schön heiß

und hatte nur vereinzelt Schattenplätze.

Den Yellowstone Park gabs an anderer Stelle ja schon ausführlicher, deshalb hier nur zur Dokumentation (und diesmal mit heisser Sonne).

Dafür hatte jetzt die Badestelle geöffnet, deren Wasser tatsächlich durch die heißen Geysierquellen sehr angenehm warm war.

Dem Lieblingstier war nicht mehr zu entkommen.

Dann gings aber auch schon weiter Richtung Norden mit Zwischenstopp im Gallatin Valley zur Wanderung mt obligatorischem Bad und hier zum einzigen mal ohne die obligatorische US-Badebekleidung.

Dann näherten wir uns auch schon einem der wichtigsten Orte der Reise,

der seinem Namen alle Ehre machte. Ein nettes kleines Städtchen mit einer seltenen Fußgängerzone und Spielplätzen die an die Bergbaugeschichte der Stadt erinnerten.

Auch hier bestätigte sich, dass amerikanische Kleinstädte die nettesten Cafes haben.

Auch wenn der Staat weniger als eine Million Einwohner hat, hat die Hauptstadt Montanas doch ein richtiges "State Capitol"

Dem Ziel des autofreienurlaubs näher, gaben wir unser Auto am Flughafen ab und landeten im Motel nahe des Eingans zum Glacier National Park, dessen Vista nur zu erahnen war.

Am nächsten Morgen mit großer Begeisterung in den (kostenlosen) Park Shuttle

der zu vielen Ausgangspunkten für schöne Wanderungen fährt.

Am Anfang gabs noch Hoffung auf Aufklarung,

aber am Ende waren wir froh, die Hütte übrehaupt gefunden zu haben.

Normalerweise gibt es in US National Parks keine Hütten, so war unsere Freude groß. Aber die Unterschiede wurden auch schnelle klar: Man konnte zwar seine Sachen trocknen und sich etwas aufwärmen, aber das erhoffte Heigetränk war nur für die Übernachtsgäste vorgesehen.

Mit dem Shuttle Bus konnte man auch über die aufregende in die Felswände gehauene "Going-to-the-Sun-Road" fahren,

aber leider war sie nicht hoch genug gebaucht, um die Sonne zu erreichen. So konnte man wieder nur erahnen, wie toll die durch die vielen Gletscher geformeten Berge aussehen müssen.

Immerhin konnte man sich mit den dramatsichen Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen. In der Mitte des 19. Jahrhunderst hatte der Park 150 Gletscher, heute sind es noch 25 und 2020 wird es wohl keine Gletscher mehr geben.

Auf der trockeneren Ostseite gab es dann nochmal ein paar Blicke mehr.

Und zum ultimativen Glück fehlte hier dann nur noch die Schwarzwäder Kirschtorte. Jetzt konnte man sich auch den Blick vom Motel etwas besser vorstellen.

Aber abends gabs immer guten Huckleberry Wodka und man konnte die Ankunft des täglichen Zuges beobachten,

in den wir dann auch stiegen und von dem aus wir die Berge sehr schön sahen.

Bei amerikanischen Fernstreckenzügen geht es weniger um Geschwindigkeit als vielmehr gute Unterhaltung und so gabe es zusätzlich zu unserer Vollpension im Liegewagen auch noch die übliche Wein- und Käseprobe.

Am interessantesten aber wie immer die Zwischenhalte in den kleinen Orten auf der langen Strecke quer durch die USA.

Und am Ende eine schöne Einfahrt nach Chicago.

Dort ging es gleich weiter mit tollen U-Bahnen bzw. Hochbahnen, mit denen man die Stadt aus einer interessanten Perspektive kennenlernen kann.

Tolle Kunstwerke, die sehr schön von Interaktion leben.

Vor allem das viele Wasser wurde bei der drückenden Hitze von den Kindern geliebt.

Eine Trumbesteigung mit Blick auf den höchsten Wolkenkratzer der USA (auch schon vor dem 11. September)

am schönsten aber das Bad im angenehmen und klaren Wasser diekt in der Stadt.

Wie immer auf der Suche nach den verschiedenen Ethnien. Die Polen haben diesen Stadtteil leider schon vor längerer Zeit verlassen,

aber das mexikanische Essen war auch sehr original und lecker.

Abends dann eine der (etwas touristischen) Blueskneipen, deren Geschichte auf die Schwarzen zurückgeht, die aus dem Mississipi-Delta auf der Suche nach (besserer) Arbeit nach Chicago kamen.

Schnell nach DC zurück, wo wichtige Feierlichkeiten bevorstanden, die im Lieblingsitaliener vorbereitet wurden.


Das schlechte Wetter an der Atlantikküste hat immerhin für tolle rießige Wellen gesorgt.

und es leichter gemacht, zum Spiel ujm den dritten Platz in die Kneipe zu gehen. Die Pizza war aber erstmal interessanter.

Mit Sonne wars dann aber doch noch besser.

Auch hier gab es kräftige Gewitter. Die richtige Einweihung des vegetarischen Cafes musste allerdings nochmal auf den nächsten Besuch verschoben werden.

Für hießige Verhältnisse war es dann so "kühl", dass (nach fachfrauischer Instandsetzung des Fahrrads) sogar eine Radtour möglich war.

Für die Hitze waren schon Museumsbesuche geplant, so dass wir uns über die Wale informieren konnten, die wir zu unserer großen Überraschung an der Küste gesehen hatten.

Statt Freilichtkino gabs Fotoalben.

Und dann der Abschied von der jahrealten Baustelle vor unserem Haus. Die Schlangen am Flughafen erinnerten eher an Schneechaos, der übliche Wein aus Virginia musste deshalb auch verschoben werden.