Nach der großen Tea-Party Demo vor einigen Wochen am gleichen Ort hatten verschiedene linke Gruppen quasi zur Gegendemo aufgerufen. Dabei war die (Un-)Zufriedenheit mit Obama, die den Demokraten vor den Midterm-Elections so zu schaffen macht, unterschiedlich ausgeprägt und Thema.
Der Tenor war aber eher, Obama daran zu erinnern, was noch zu tun ist.
Das wichtigste sollte aber sicherlich sein, das sogenannte "Enthusiasm Gap" zu schließen. Bisher sind nämlich republikanische WähelerInnen viel mehr motiviert zur Wahl zu gehen als die demokartischen, die ungeduldig bis enttäuscht von den bisher erzielen Veränderungen durch die Obama-Regierung sind.
Ein etwas komischer Demoanlass: eigentlich für die Regierungspartei zu werben, aber dann doch irgendwie dagegen zu sein ohne klares Thema. So waren die DemonstrantInnen auch eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Gruppen.
Schön zu sehen, dass es hier in diesem Land, in dem über Sozialisten so hergezogen wird, auch noch "radikale" Gruppen gibt.
Ich kam immerhin recht nah dran und konnte so z.B. einen der linken Talk Show Redner live erleben.
Aber das beste für die teilweise weit angereisten DemonstrantInnen war sicherlich der schöne sommerliche Tag.
Bereits gestern abend wurde der deutsche Nationalfeiertag auf dem schönen Gelände der Deutschen Botschaft begangen. Aber auch in meinem vierten Jahr wieder nur Blasmusik und Dirndel.
Da gab's keine andere Möglichkeit als fleißig Jägermeister(-Tonic!) zu trinken und das deutsche Liedgut mitzugrölen.
Ruhiger gings da am letzen Wochenende bei unserem Straßenfest zur Einweihung des neuen Straßenbelags (immerhin jetzt mit Fahrradspuren) vor unserem Haus zu. Essen und Getränke gabs allerdings nur an den vielen Hundeständen.
Highlight war der Auftritt des wohl zukünftigen Bürgermeisters, der aus der Nähe aber nicht gerade sympatischer wirkte. Immerhin traute er sich in den aus Anlaß des Tages eingerichteten Biergarten unserer Hauskneipe JRs.