dann aber auch auf der Suche nach den Türmen
Nicht nur wegen des günstigen Dollar-Kurses gehört Shopping natürlich zu jedem USA-Besuch, wobei die Moden manchmal schwer nachvollziehbar sind. Abercombie und Fitsch ist in Europa wohl noch nicht so bekannt, aber auch Renate Künast wollte dort bei ihrem letzten USA-Besuch unbedingt shoppen gehen.
Wir haben uns das Schlange stehen für die hässlichen Klamotten gespart und sind zur Erholung von der tollen Großstadt nach Long Island gefahren, zunächst auf die schwule Partyinsel Fire Island. Zu meiner Freude alles mit den Öffentlichen.
Und zur noch größeren Freude hatten wir den richtigen Ort ausgewählt, wo nicht die coolen, gedopeten Schwulen Party machen (Foto 1, entstanden bei einem Kurzbesuch), sondern den, wo es am Abend wirklich nettes, selbstgemachtes musikalisches Programm gab.
Aber neben dem ferienmäßigen Hotel, der autofreien Insel und endlich mal einer Einkehrmöglichkeit am Strand (was wir komischerweise in den USA bisher noch nie gefunden haben)
war das eigentlich tolle der Strand mit seinen rießigen Wellen.
Nächster und letzter Stop am östlichen Ende Long Islands dann Montauk, in dem wir nicht nur auf literarischen Spurenden wanderten,
sondern auch in dem Motel wohnten, in dem Andy Warhol, der hier seine Ferienvilla hatte, seine Freunde unterbrachte.
Letzte Station der Reise dann Boston, das für mich/uns unverständlicherweise von vielen Europäern als besonders tolle Stadt geliebt wird. Vielleicht weil es so europäisch ist. Für uns waren die Highlights eher der tolle Balkon unsres EBAB-Gastgebers und eine sehr originale Bar im italienischen Einwandererviertel, in der Starbucks noch viel lernen könnte.
Die Prime-Time Stunde am Abend war allerdings immer reserviert. Selbst für mich nach 1,5 Jahren Berieselung mit amerikanischer Politik war der Medienrummel um die Krönungsparteitage ein Schock, mehr noch natürlich für den Besuch aus Deutschland. Zu den Conventions aber später nochmal mehr. (Hillary ist leider überbelichtet auf dem Foto nicht zu erkennen)
Und zum Abschluss ein Geständnis: In Boston waren wir dann doch noch shoppen, was danach nicht mehr zu übersehen war.