Von Anfang an war das "Dig out" das große Thema, aber auch der Schutz von einstürzenden Bäumen und Dächern. Trotz großen Einsatzes der Räummannschaften war das öffentliche Leben über Tage völlig eingeschränkt, was zu vielen Diskussionen geführt hat, ob auf diese Situation richtig reagiert wurde. Die Wiederwahl des Washingtoner Bürgermeisters im November steht angeblich auf dem Spiel, weil er im Krisenmanagment versagt hat.
Uns hat es aber viel Spaß gemacht, durch den vielen Schnee zu stapfen. Besonders auf dem Weg zum Abechiedsabend des Friedrich-Ebert Hospitanten. Nach so viele (neu entdeckten) Sea-Breeze Drinks ist das letzte Foto leider etwas verwackelt.
Hatte ich mich anfangs noch sehr darüber aufgeregt, dass die Angestellten im öffentlichen Dienst vier Tage lang schneefrei hatten, wurde mir am Freitag, dem ersten Arbeitstag nach der Pause, klar, dass es eine notwändige Entscheidung war: Auf den m.E. relativ gut freigeräumten Straßen waren einige Spuren noch nicht wieder befahrbar, weil die Schneemassen irgendwo bleiben mussten. Dies führte zum größten Verkehrschaos seit dem 11. September 2001. Auch der Blick aus unserem Fenster bestand über Stunden nur aus sich kaum bewegenden Autoschlangen.
Bei aller kritischer Diskussion wurde allerdings die mich immer wieder beschäftigende Frage nie aufgeworfen: Müsste man nicht versuchen, die Leute aus den Vororten zurück in die Innenstädte zu holen, um das Verkehrschaos auf Dauer zu lösen?
Ein anderes Problem taucht jetzt nach dem langsamen Wegtauen des Schnees auch vermehrt auf: Die ohnehin schon schlecht gepflegten Straßen haben unter den Schneemassen nochmal stark gelitten, Fahrradfahren wird mit den vielen Schlaglöchern auch immer unangenehmer. Aber Geld für Reparaturen gibt es nicht, den Steuern will hier ja niemand zahlen.
Schnee gibt es auch weiterhin reichlich, vor allem auf den Gehwegen. Jede Nacht rücken Bagger und Lastwagen an, um die Schneemassen aus der Stadt herauszufahren. In einigen Landkreisen sind die Schulen auch immer noch geschlossen, weil man um die Straßen frei zu räumen die Gehwege für die Schüler zugeschüttet hat.
Und für hießige Verhältniss ist es immer noch erstaunlich kalt. Aber die Sonne war auch schon wieder da. Bestes Skifahrwetter für den nächsten Sonntag!