Saturday, May 31, 2008

DC FrontRunner

Wie so vieles in diesem Land gibt es auch im Bereich von Sport und Bewegung große Gegensätze in der US-Bevölkerung. Auf der einen Seite ist eines der großen gesundheitlichen und sozialen Probleme das Übergewicht und die Fettleibigkeit eines Großteils der Bevölkerung. Der Anteil ist bei den sozial schwächeren Gruppen besonders groß, weil sie sich nur von Fast Food ernähren,

aber auch zunehmend bei Kindern und Jugendlichen, die sich einfach nicht genug bewegen. Der "Walk to School Day", der bei uns in der Nachbarschaft stattfand, ist sicher nur ein Tropfen auf den heissen Stein aber immerhin ein Anfang in dieser Gesellschaft, in der Kinder zu allen Aktivitäten mit dem Auto gebracht werden.


Der andere Teil der Gesellschaft hingegen kann gar nicht genug Sport bekommen. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit oder an welcher noch so hässlichen Stelle: Unmengen von Amerikanern gehen Joggen und man sieht sie überall.

Und wenn man in eine coole oder schwule Kneipe geht, hat man schnell das Gefühl, man wäre der einzige, der nicht in den "Gym" geht. So habe auch ich nun schon mehrfach versucht, mich dem amerikanischen Freizeitverhalten und Körperideal anzupassen.

Auch wenn ich viel Spaß dabei hatte: Es widerstrebt mir doch irgendwie, so viel Zeit in diesen geschlossenen Räumen zu verbringen, wenn ich Sport auch im Freien machen kann. Und so gehe ich lieber zu den DC FrontRunnern, einer schwul-lesbischen Läufergruppe, die sich dreimal in der Woche zu einem 6-Meilen-Lauf trifft gefolgtz von einem sehr netten gemeinsamen Abendessen auf dem Dupont Circle Platz.

Tuesday, May 27, 2008

Little New York

Dank des gestrigen Memorial Days kamen auch wir einmal in den Genuss eines verlängerten Wochenendes (hier sind die Feiertage immer Montags, so dass man (wenn man überhaupt frei hat) keinen Brückentag benötigt. Und wir haben die drei Tage genutzt, um eine 840-Meilen Autotour ins benachbarte West Virginia zu machen.

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Ursprünglich von Indianern zum Jagen genutzt wurde dieser bergige, westlich der Appalachen gelegene Teil Virginias im 18. Jahrhundert von Briten, Schotten und hauptsächlich Deutschen besiedelt und wollte sich während der Amerikanischen Revolution als "Westsylvanien" unabhängig machen. Die Abspaltung vom Südstaat Virginia kam dann aber erst während des Bürgerkriegs, unter anderem weil im Bergstaat West Virgina Sklavenhaltung in der kleinflächigen Landwirtschaft nicht efektiv war. Der große Aufschwung kam aber mit der Entdeckung der Kohle.

Zunächst wurde die Kohle Mitte des 19. Jahrhunderts entlang der Flüsse in kleinen Gruben abgebaut, wo man auch heute noch unzählige der kleinen Siedlungen sehen kann.

Um die Kohle in die nordöstlichen Industriestädte der USA zu transportieren, wo sie maßgeblich zur industriellen Revolution der USA und später zur Kriegsproduktion im ersten und zweiten Weltkrieg beitrug, wurden mehrere Eisenbahnlinien über die Berge Richtung Osten and die Atlantikküste und richtung Nordwesten zu den Industriestätten des mittleren Westens gebaut.

Der Arbeitskräftebedarf sowohl für die Gruben als auch für den Eisenbahnbau war so groß, dass sowohl Schwarze aus den Südstaaten angeworben wurden als auch in Europa Werbemaßnahmen durchgeführt wurden, um eine Vielzahl europäischer Immigranten anzulocken. Sie haben wohl kaum mit den harten Arbeitsbedingungen gerechnet. 16% der Minenarbeiter sind bei der Arbeit ums Leben gekommen, so dass die Wahrscheinlichkeit, in der Mine zu sterben größer war als als Soldat im zweiten Weltkrieg zu sterben (in dem 400.000 US-Soldaten gefallen sind). Und die ethnischen Spannungen zwischen den verschiedenen Einwanderergruppen war so groß, dass sie in getrennten Siedlungen untergebracht wurden.
Doch mit der zunehmenden Technisierung wurden in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die meisten Arbeitskräfte überflüssig. Obwohl heute mehr Kohle gefördert wird als vor 100 Jahren, werden heute nur noch 10% der Arbeitskräfte benötigt.
In den 20er Jahren haben sich in West-Virginia Kleinstädte gebildet und entwickelt, die aufgrund ihrer Lebendigkeit mit Läden, Hotels und Saloons Little Chicago oder Little New York gennant wurden. Heute sind diese Städte entvölkert und heruntergekommen. Die Stadt Welch ("Little Chicago") hat uns besonders schockiert. In den 40er Jahren sah es dort so aus:

Und die gleiche Straße sieht heute so aus:

West Virginia ist mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern einer der ärmsten Staaten der USA, hat das niedrigste Bildungsniveau und hatte schon vor der derzeitigen beginnenden Rezession so gut wie kein Wirtschaftwachstum. Ein Großteil der Bevölkerung wohnt in (sehr herunter gekommenen) Mobile Homes und der Anblick war so wie in einem armen Land, in dem man sich nicht traut, die Menschen zu fotografieren.
Als wir nach Restaurants fragten, wurden wir zu den Fast Food-Ketten geschickt, deren Folgen man auf einem Jahrmarkt gut beobachten konnte.

Und gleichzeitig erlebt die Kohle in den USA wie auf der ganzen Welt ein großes Come Back und die Förderung wird auch hier wahrscheinlich weiter ansteigen. Immerhin wird über die Hälfte des Stroms in der USA in Kohlekraftwerken produziert. Einzig für die Bahn erfreulich, die zwar ihren Personenverkehr in West Virginia bis auf drei Züge pro Woche eingestellt hat, aber hautpsächlich vom Transport der Kohle lebt. Und der hat so stark zugenommen, dass Strecken und Tunnel sogar weiter ausgebaut werden müssen und man davon spricht, dass es hier ein neues Eisenbahnzeitalter angebrochen ist.

West Virginia hat aber nicht nur seine Arbeitsplätze durch die Technisierung der Kohlebergbaus verloren. Um günstiger Kohle zu fördern wird hier zunehmend zum Tagebau übergegangen der zur Folge hat, dass ein Großteil der schönen Berglandschaft zerstört wird. Bürgerinitiativen, die dagegen kämpfen, haben bisher wenig erreichen können.

Friday, May 23, 2008

Third Party

Seit ich wieder mehr Zeit habe, gehe ich auch wieder zu ausgefalleneren Veranstaltungen. Nach 22 demokratischen und ca. 10 republikanischen PräsidentschaftsbewerberInnendebatten im Fernsehen war ich diese Woche bei einer Präsidentschaftsdebatte der libertären Partei.

Mit Forderungen nach Legalisierung von Mariuhana und Beendigung aller Kriegsbeteiligungen der USA könnte man meinen, dass es eine sympatische Partei ist. Aber diese Forderungen beruhen auf der Vorstellung eines völligen Liberalismus und die Kandidaten berufen sich noch viel mehr als die der beiden großen auf die amerikanische Verfassung, die ja 1776 sehr fortschrittlich gewesen sein mag, aber heute vielleicht doch überarbeitungswürdig ist (was man hier so nicht öffentlich sagen sollte, wenn man gewählt werden möchte). Ihre Hauptforderungen bei der Debatte waren deshalb die Abschaffung staatlicher Bildungspolitik und der Einkommenssteuer. Zum Glück scheint die libertäre Partei nur ein Sammelbecken gescheiterter Kandidaten der anderen Parteien und/oder schräger Menschen zu sein. Aber immerhin kandidiert Ron Paul, der 1988 bei der Präsidentenwahl als Kandidat der Libertären Pareti 0,5% der Stimmen holte, in 2008 als republikanischer Kandidat weiterhin gegen John McCain und holt bei den republikanischen Vorwahlen (die immer noch stattfinden!) oft 6-8% und hat eine erstaunlich große, begeisterte und junge Anhängerschaft.

Die Libertären küren heute auf ihrem Nominierungsparteitag ihren Kandidaten.

In Deutschland ist als Dritt-Partei-Kandidat wahrscheinlich Ralph Nader am bekanntesten.


Der Sohn libanesischer Einwanderer kandidierte zum ersten Mal 1992 für die Präsidentschaft (als erster arabisch-stammiger Präsidentschaftskandidat), 1996 und 2000 als Kandidat der Grünen Partei und auch in 2008 (wie in 2004) wieder als unabhängiger Kandidat. In 2000 erreiche er mit 2,9 Millionen Stimmen ein Wahlergebnis von 2,74 % was damals wie heute zur Diskussion führt, ob er mit seiner Kandidatur einen demokratischen Walhlsieg verhindert hat. Vor einigen Wochen schon habe ich den interessanten Film "an unreasonable man" gesehen, der sich genau mit dieser Frage beschäft
Bei aller Sympatie solcher Aktivitäten, bin ich auch skeptisch, was die Gefahr einer solchen Kandidatur angeht. Da bin ich wohl schon so von den amerikanischen Medien (und der Politik) beeinflusst, die fast ausschliesslich über die Demokraten und Republikaner bereichten und alle anderen Meinungen, politischen Ziele und Überzeugungen unterdrücken. Und so bleibt wie immer die Frage, ob dieses (hier so gelobte) politische System wirklich so gut ist. Und ich freue mich, das weiter zu erkunden und nach enstprechenden vergleichenden Analysen zu suchen.

Auch ich war beim Dalai Lama

allerdings schon im letzten Herbst:



Hier hat er immerhin alle wichtigen Leute an wichtiger Stelle getroffen (inclusive dem inzwischen verstobenen einzigen Holucaust-Überlebenden im Kongress, Tom Lantos)

und die New York Times lobt die deutsche Bevölkerung in ihrer gestrigen Ausgabe:


Last September, Germany’s chancellor, Angela Merkel, courageously broke with her predecessors and met with the Dalai Lama. China predictably objected, soon joined by Mrs. Merkel’s vice chancellor and foreign minister, Frank-Walter Steinmeier, who accused her of trying to “showcase” human rights.

Now Mr. Steinmeier has one-upped himself, refusing to meet with the Dalai Lama, who was on a five-day visit to Germany while Mrs. Merkel was out of the country. The only German official to meet with the Dalai Lama was the development minister, Heidemarie Wieczorek-Zeul, who properly considered it one of the “core tasks” of her office. Mr. Steinmeier issued the cynical statement that “it takes a lot of courage not to meet with the Dalai Lama these days.”

Presumably it also took great courage for Mr. Steinmeier to rush to Moscow to lavishly congratulate the new president, Dmitri Medvedev, again in contrast to Mrs. Merkel, who grew up in East Germany and has been critical of the Kremlin over human rights. Mrs. Merkel and Mr. Steinmeier come from competing parties, and their service in the same government is a matter of necessity, not preference. Still, it was destructive of Mr. Steinmeier to break ranks with the leader of his government on human rights. The signal is that Germany will do anything to make money in China.

Mr. Steinmeier’s defenders will undoubtedly argue that “quiet diplomacy” is better than a public rebuke. If he has been involved in any quiet diplomacy in China, or Russia, or Uzbekistan, or anyplace else he has shown his “courage,” it is hard to find evidence of it. Meeting leaders like the Dalai Lama, and trying to mediate in the crucial talks he is holding with Beijing, is a “core task” of a foreign minister.

Fortunately, the German people are more stalwart than their foreign minister, as 25,000 turned out at the Brandenburg Gate in Berlin to hear the Dalai Lama express his condolences to China over the earthquake. He is in Britain now, and he is scheduled to meet with Prime Minister Gordon Brown.

Saturday, May 17, 2008

Das Gute an der Wirtschaftskrise

Die Wirtschaftkrise ist hier Thema Nr. 1 und sie trifft natürlich besonders die ärmeren. Unglaublich mit welch günstig erscheinenden Krediten gering verdienende Leute zum Hauskauf verführt wurden und nun, nachdem das Kleingedruckte ihrer Kredite zu Tage kam, hochverschuldet und - nach der Zwangsversteigerung - ohne das in den USA so propagierte eigene Haus dastehen. Noch mehr als über die Problematik der Zwangsversteigerungen wird aber in den Medien mit großer Aufregung über den Benzinpreis berichtet, der dieser Tage die magischen $4-Grenze überschritten hat.

Zu beachten ist allerdings, dass die $4 für eine Gallone gezahlt werden, die 3,78 Liter enthält, so dass der Literpreis mit umgerechnet ca. 70 Euro-Cent immer noch sehr günstig ausfällt. Umgekehrt muss man wiederum bedenken, dass die großen amerikanischen Autos auch etwa doppelt so viel Benzin verbrauchen wie europäische Autos.
Aber das Gute ist: Seit die Benzinpreise so gestiegen sind, fahren die Amis zum ersten Mal seit 1979 wieder weniger Auto. Der Verkauf der benzinschluckenden SUVs (sport untility vehicle) ist zu Gunsten von sparsameren Autos dramatisch zurückgegangen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist in den ersten Monaten diesen Jahres um bis zu 10% gestiegen. (Eine gute Gelegenheit, ein paar der 1000 Bahnbilder zu zeigen...)

Und erfreulicherweise werden z.Zt. in vielen amerikanischen Städten Bahn- und Straßenbahnsysteme (aus-)gebaut, wobei über die Finanzierung oft lange gestritten wird. Ich fand die Idee der Grünen, den Benzinpreis auf 5€ anzuheben ja schon immer gut. Aber hier wird das wohl schon gar nicht möglich sein. Hillary versuchte ja schon zur Rettung ihrer Kandidatur vorzuschlagen, die Mineralölsteuer von 18 cent (!) pro Gallone den Sommer über auszusetzen.
Auch das Fahrradfahren ist im Kommen. Die Verkaufszahlen von Fahrrädern sind stark gestiegen und auch die Zahl derjenigen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren stiegt. In den USA wird alles immer gleich als special event organisiert:

Die diesjährigen Aktionen, die in der vergangenen Woche stattfanden, sollen Rekordteilnehmerzahlen gehabt haben, trotzdem fahren weniger als 0,5% der Amis mit dem Fahrrad zur Arbeit. Dank eines Triatlon betreibenden Bürgermeister entwickelt sich Washington angeblich zur fahrradfreundlichsten Stadt der USA und wir werden auch die erste US-Stadt sein, die in den nächsten Wochen ein Call-a-Bike System bekommt. Ein Besuch hier wird jetzt also noch attraktiver!

Und als Nachtrag weil's noch zum Thema passt: Da durch die vielen Zwangsversteigerungen der Häuserbau und damit der Baulandbedarf stark zurück gegangen ist, ist es Naturschutzgruppen in den letzten Monaten in mehreren Bundesstaaten gelungen, Land zu kaufen, das eigentlich als Bauland vorgesehen war und jetzt in Parks oder Naturschutzgebiete umgewandelt werden kann.

Monday, May 12, 2008

Mother's Day


Auch der Muttertag ist hier natürlich völlig vom Commerz bestimmt, seit über einer Woche überschlugen sich die Werbespots mit tollen Geschenkideen für die Mütter und beim Einkaufen wurde einem schon Anfang der Woche Happy Mother's Day gewünscht. Auch wenn man gestern vor lauter Muttertagsdeko bei Safeway die Produkte kaum sah: Die Wirtschaftskrise hat sich - wie in vielen anderen Bereichen auch, was noch ausführlicher zu bereichten sein wird - bemerkbar gemacht und die Umsätze zum diesjährigen Tag sind gesunken.

Komisch, dass sich in die Herren bei den sonntäglichen Pressesendungen,

die wir immer gerne schauen (auch wenn in den letzten Wochen nichts neues mehr gesagt wurde) auch gegenseitig Happy Mother's Day wünschten. Da klang es bei einer anderen Mutter doch passender: Chelsea hatte mir einen Link zu ihrem Muttertagsgruss geschickt, kurz darauf gefolgt von einer email des stolzen Vaters. (Leider möchte Blogspot Chelsea's link nicht laden. Bitte deshalb den link kopieren und ausprobieren. Es lohnt sich!)

http://www.hillaryclinton.com/feature/mothersday/?sc=1846&utm_source=1846&utm_medium=e

Aber diese Woche hat sich die politische Diskussion tatsächlich verändert. In den letzten Wochen wurde schon viel diskutiert, wann Hillary endlich aus dem Rennen steigen wird, weil ihr Chancen verschwindend gering sind. Seit ihrem schlechten Abschneiden in Indiana und North Carolina am Dienstag und seit Obama nun auch bei der Zahl der Superdelegierten führt wird jetzt nur noch diskutiert, wie ihr ein würdevoller Abgang ermöglicht werden kann. Der Vizepräsidentin-Posten scheint sehr unwahrscheinlich, würde er doch nicht zu Obama's "Change"-Wahlkampf passen und ich kann mir auch schwer vorstellen, dass die Clintons in die Vizepräsidenten-Villa einziehen wollen (die schräg gegenüber ihres Washingtoner Hauses liegt und eigentlich viel schöner als das weiße Haus ist...). Als Zeichen der Anerkennung könne Obama aber z.B. eine Frau als "running-mate" wählen (die Governeurin von Kansas würde sich hier anbieten). Die andere Frage die diskutiert wird: Hillary musste ihrer Kampagne bisher 20 Millionen Dollar aus iherem Privatvermögen leihen (was bei 110 Millionen Einkommen der Clintons seit Verlassen des Weißen Hauses wohl nicht so schmerzt), weil Obama so viel mehr Geld akquiriert hat. Beide haben bisher jeweils weit mehr als 100 Millionen Dollar ausgegeben, um sich gegenseitig zu bekämpfen. Soll Obama ihr das Geld aus seiner vollen Kasse erstatten?
Weiterhin gibt es viele Stimmen, die sagen, dass dieser lange Vorwahlkampf die Demokratie stärkt, weil viel mehr Leute an den Abstimmungen teilnehmen. Aber ist das ein so wichtiges Element der Demokratie?

Wovon wir auf jeden Fall profitieren: Jeder Staat, in dem Vorwahlen stattfinden wird vor und nach dem Wahltag genaustens auf seine demographische Struktur untersucht und vorgestellt, weil man daran schon ablesen kann, wie das Ergebnis sein wird.

Und so haben wir Dank der vielen Karten, Schaubilder etc. die meisten Staaten schon recht gut kennengelernt. Morgen ist nun West-Virginia dran, das sich 1863 vom restlichen, Sklaverei betreibenden Virginia, das mit Richmond auch die Hauptstadt der Südstaaten stellte, abgetrennt hat. Keine 100 Meilen von der Bundes-Hauptstadt entfernt, ist der in und hinter den Appalachen gelegene Staat einer der ärmsten der USA. Ehemals stark industrialisiert, heute vom heftig umstrittenen Kohle-Tagebau dominiert wird die überwiegend weiße "blue-collor"-Bevölkerung für Hillary stimmen, manche Umfragen sagen sogar 60% voraus.
Und um zurück zum Muttertag zu kommen: Ann Marie Jarvis, die den Muttertag vor 100 Jahren ins Leben rief, lebte in Grafton, West Virginia in diesem Haus. Passenderweise regnet es auf dem Werbefoto (!) genauso wie heute in DC...

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