Fast an jeder Ecke gibt es hier Wäschereien, alle fest in koreansicher Hand und Bügeleisen scheint es nicht zu geben. Aber das ist auch gut so, denn meine freie Zeit ist auf einmal sehr eingeschränkt: Seit heute mache ich ein Praktikum bei einem Steuerberater, in der Hoffnung, mehr über amerikanische Steuern und Buchhaltung zu erfahren. Und wie das im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, weiss er auch, wie ich dafür Geld bekommen kann...
Leider ist das Büro in Alexandria, das auf der anderen Seite des Patomacs schon in Virgina liegt. Da der schöne Radweg über den Patomac und am Flughafen vorbei
zu lang ist, gehöre ich jetzt auch zu den Metro-Pendlern, die sich über die neuen langen Züge freuen:
Eine harte Umstellung also, nicht den körperlichen Ausgleich zum Büroarbeitstag zu haben, Hemden tragen zu müssen und eine stärkere Hierarchie und Arbeitsteilung zu erleben. Nach einem langen, schönen und erholsamen Sommer mit intensivem Kennenlernen von Land und Leuten, muss ich mich erst wieder an ein Arbeitsleben gewöhnen. Aber ich freue mich sehr, nun endlich an meiner beruflichen Perspektive in den USA zu arbeiten.