Sunday, July 26, 2009

Vor der Abreise

nach California gabs noch eine Sommer-Party bei Braxton.

Saturday, July 18, 2009

Neu-England

Und wieder gibt es von einem Urlaub zu berichten: Seit der letzten Woche sind wir unserem Ziel, alle 50 Staaten zu bereisen, sechs Staaten näher, nämlich die Newengland States Connecticut, Vermont, New Hampshire, Maine, Massachusetts und Rhode Island. Erster Stopp war das kleine Städtchen Northhampton, MA das durch seine alte Frauen-Uni zusammen mit der Nachbar-Uni in Amherst der Stadt einen hohen Lesbenanteil beschert, der nicht zu übersehen war.

Insgesamt gelten die Neuenglandstaaten als sehr liberal. Seit den letzten Kongresswahlen gibt es keine republikanischen Abgeordneten im Reprästentantenhaus aus Neuengland mehr, die beiden republikansichen Senatorinnen aus Maine werden gerne von den Demokraten als Mehrheitsbschafferinnen genutzt und der einzige kommunistische US Senator kommt aus Vermont. Das war in den kleinen Städtchen auch auf der Straße zu beobachten.

Aber auch in den liberalen Staaten finden zum 4. Juli nationalischte Umzüge statt, vielleicht mit kritischen Unterton, wie wir beobachten konnten.

Seit dem 17. Jahrhunder von Europäern besiedelt findet man in den - dank des kühleren Wetters - sehr grünen Bergstaaten auch viele alte Dörfer mit historischen, manchmal an Europa erinnernden Gebäuden.

Und so haben wir uns sehr gefreut, uns in unserem Motel in New Hampshire mit dem Namen Swiss Chalet tatsächlich wie in der Schweiz vor zu kommen. Den großen Bären, der abends vor unserem Fenster vorbei lief, kann man leider auf unseren Fotos nicht erkennen.

Und die White Mountains waren tatsächlich auch offiziel bestätigt "alpin", unsere Tour auf den fast 2000m höchsten Gipfel Mount Washington auch ganz schön anstrengend.

Leider ist der Mount Washington für sein schlechtes Wetter bekannt. Während im Tal ein traumhafter Sonnentag war, gruppierte sich um den Gipfel eine fiese Glocke aus Nebel, Wind und Regen.

Und so konnte man sich auf dem Gipfel nur vorstellen, wie der Blick eigentlich hätte sein sollen.

Am Abend gabs dann dafür die Belohnung im in den USA so beliebten Hot Tub.

Am nächsten Tag dann ein Muss für den Ökonomen: Bretton Woods, das namensgebende Nobel-Hotel für die berühmte Konferenz 1944, auf der die Finanzwelt für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg neu geregelt wurde. Angeblich fand sie hier statt, weil für John Meynard Keynes, den Star-Teilnehmer, Washington zu heiss gewesen wäre.

Auf dem Weg dorthin auch wieder wilde Tiere, hier das uns schon aus Alaska vertraute Moose.

In der nächsten Region, der langen Küste Maines, war dann ein anderes Tier nicht zu übersehen: Der Lobster (Hummer). Zunächst in Eisform, dann aber überall als Merchandising Artikel in den verschiedensten Formen.

Da kamen wir natürlich nicht umhin, selbst einen zu probieren, wobei das selbst aussuchen zwar Spaß machte, aber auch etwas hart war.

Eine schöne Wanderung im Nationalpark Acadia war leider etwas durch schlechtes Wetter verkürzt, was aber den Vorteil hatte, dass wir so die Trauerfeier für Michael Jackson live verfolgen konnten. Interessant, dass fast nur Schwarze auftraten. Darunter aber viele wichtige Leute der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, wie z.B. die Kinder von Martin Luther King, die alle MJ in höchsten Tönen lobten (bis dahin, dass Obama durch ihn erst möglich geworden wäre...)

Auf der weiteren Route haben wir dann Boston nur unterquert um auf die lange ersehnte Halbinsel Cape Cod zu kommen, die unserem Lieblingsgetränk den Namen gibt, weil dort die Cranberries besonders gut wachsen. Erste Station war bei den Kennedys.

Das eigentliche war aber Provincetown, wo wir in erste Linie nach dem vielen Autofahren am Strand entspannen wollten, was sehr gut möglich war.

Das prüde Amerika muss hier wohl besonders in seine Schranken gewiesen werden.

Sehr witzig dann aber dieser bekannte schwul-lesbische Badeort, dessen Hauptattraktion es - selbst laut Reiseführer - ist, die Hauptstraße auf und ab zu gehen.

Zu späterer Stunde kann man sich dann aber in den verschiedensten mehr oder weniger guten Cabarets und Discos vergnügen und zu den Videos inzwischen sogar mir vertrauter Interpreten tanzen.