Sunday, June 13, 2010

World Cup

In den USA spielt Fußball traditionell keine so große Rolle, so dass die Fußball-WM hier normalerweise auch nicht so intensiv verfolgt wird. Aber die Medien sind voll mit Berichten, dass das dieses Jahr anders sein könnte. Und so haben z.B. auch die Organisatoren der Schneeballschlacht im Februar am Dupont Circle am Wochenende ein Public Viewing organisiert.

Bei 35 Grad, knallender Sonne und hoher Luftfeuchtigkeit musste man da allerdings schon großer Fan sein. In DC wird wohl auch besonders viel WM geschaut, weil hier so viele internationale Menschen leben, die Fußball-interesseierter sind. Draußensein ist hier im heißen Sommer oft gar nicht so erstrebenswert, so dass die meisten öffentlichen Fußballübertragungen aber in Sports Bars stattfinden, die es hier zahlreich gibt.

Das erste USA-Spiel hatte auch gleich große historische Bedeutung. Zum ersten mal seit 60 Jahren spielten USA gegen England in einem WM-Spiel. Damals hatte die USA mit großem Glück gewonnen. Auch diesmal hatten sie wieder großes Glück und "gewannen" mit einem 1:1. Vielleicht beruhigt das auch den Konflikt zwischen USA und Großbritannien über BP etwas. Die Briten fürchten, dass durch die harsche Kritik an BP wegen der Ölkatastrophe eines ihrer größen Unternehmen zu stark (und ungerechtfertigt) leiden könnte.

Vom Fußball gings gleich zum nächsten Großereignis weiter, dem Gay Pride. Wie immer habe ich meinen Frontrunnern nur zugejubelt. Wenn man in den USA ein T-Shirt mit einer Ortsbezeichung trägt wird man ständig angesprochen, was an diesem Tag natürlich besonders interessant war.

Das Deutschland-Spiel wurde heute in der Deutschen Botschaft übertragen. Die weiteren kann man sich dann im Goethe-Institut ansehen, aber leider entweder mit Früßstück (das für mich etwas zu spät ist) oder Lunch (das zu weit weg ist.)
Aber auf den Straßen sah man auch hier einige zu erkennende Deutschland-Fans. Nicht nur dieser ging nach dem Spiel zur Abschlussveranstaltung des Pride-Weekends, auf dem neben den immer heiß geliebten DC Cowboys auch die frisch geoutete erste öffentlich bekennende lesbische Country-Sängerin auftragt.