Wednesday, June 25, 2008
Monday, June 16, 2008
Alaska
In den nächsten Tagen wird es wieder ruhiger im Blog werden, denn morgen fliege ich nach Seattle und von dort am Samstag für 3 Wochen weiter nach Alaska. Zuerst in die südöstliche "Panhandle" in die Hauptstadt Juneau, dann über den Alaska-Highway nach Fairbanks. Von dort mit der Bahn (!) mit Abstecher im Denali-Park mit Blick auf den Mount McKinley, dem höchsten Berg Nordamerikas nach Anchorage und Seward. Neben der Kamera sind hauptsächlich Wanderstiefel und warme Kleidung im Gepäck.
Und deshalb habe ich die Hitze hier mit Besuch nochmal richtig ausgenutzt. Am Wochenende auf dem Gay Pride

Und vorher bei den touristischen Attraktionen (zum ersten Mal IN den heiligen Hallen des Kongresses und in der National Galery of Art)

schöne Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung

Und mein erster Bingo-Gewinn: Ein sehr praktisches Warmhaltegerät für Dips
Und deshalb habe ich die Hitze hier mit Besuch nochmal richtig ausgenutzt. Am Wochenende auf dem Gay Pride
Und vorher bei den touristischen Attraktionen (zum ersten Mal IN den heiligen Hallen des Kongresses und in der National Galery of Art)
schöne Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung
Und mein erster Bingo-Gewinn: Ein sehr praktisches Warmhaltegerät für Dips
Tuesday, June 10, 2008
Hitze Warnung
Während Hillary es nun endlich geschafft hat, den schweren Schritt zu tun, sich tatsächlich von der Präsidentschaft zu verabschieden, sind wir der Hitzewelle in DC entflohen (Temperaturen über 35 Grad und eine Luftfeuchtigkeit, die diese wie 40-45 Grad fühlen lassen) und haben das kalte Atlantikwasser (18 Grad) genossen.
Friday, June 6, 2008
Obama im Battleground state
Eigentlich gäbe es über viel mehr zu berichten als immer wieder über die Präsidentschaftswahlen. So zum Bespiel über die Unwetter mit Tornadowarnungen für DC (und tatsächlichen Tornadozerstörungen in der Umgebung) in den letzten Tagen.

Besonders interessant daran: Hunderttausende waren bzw. sind im Großraum Washington ohne Strom, weil hier fast alle Stromleitungen oberirdisch verlaufen und noch dazu sehr lose über den Straßen hängen. So fällt in vielen Schulen in dieser Woche der Unterricht aus, ganz normal hier nach stürmischen Regenfällen.
Am letzten Wochenende sind in DC neun Menschen ermordert worden und damit ist die Zahl der Mordopfer in diesem Jahr abermals höher als im Vorjahr. Der Bürgermeister plant zwar auch soziale Projekte in den besonders betroffenen armen (und meist schwarzen) Stadtteilen, aber nachdem in den letzten Wochen die Polizeipräsenz besonders an den Wochenenden schon stark erhöht wurde, gibt es für die nächsten 5-10 Tage eine besondere Aktion: Die Polizei wird Straßensperren errichten und nur noch diejenigen Leute in die gefährdeten Stadtteile hineinfahren lassen, die einen Grund dafür angeben können. So ist das im besten Land der Welt.
Ob Obama daran etwas ändern wird? Gestern sprach er auf jeden Fall zum Auftakt seines Hauptwahlkampfes in Virginia und wir nutzen die Chance ihn live zu erleben trotz aller Warnungen vor einem Verkehrschaos auf dem Weg zum Stadion, das nur per Auto zu erreichen war.
Als Al Gore im Jahr 2000 gegen Bush verloren hat, obwohl er mehr Stimmen bekommen hatte, ist das ungerechte US-Wahlsystem besonders deutlicher geworden. Da der Kandidat mit den meisten Stimmen in einem Staat jeweils die gesamten Wahlmänner des Staates bekommt (The winner takes it all) kann so ein Ergebnis herauskommen. Fast schlimmer ist aber, dass durch dieses System die Staaten unterschiedlich interessant sind. In der Mehrzahl der Staaten ist nämlich vor der Wahl sowieso schon klar, welche Partei gewinnen wird, so dass sich der Wahlkampf nur auf die Swing/Battleground-Staates konzetriert. In 2004 waren das nur 13 Staaten mit der Folge, dass in den meisten Staaten kein Cent für den Wahlkampf ausgegeben wurde und die Kandidaten sich dort auch nicht sehen lassen. U.A. mit der Folge, dass in den "Throw away Staaten" die Wahlbeteiligung (insbesondere bei jüngeren Wählern) deutlich niedriger ist und die Themen, die in diesen Staaten eine Rolle spielen, im Wahlkampf nicht vorkommen.

Anfang dieser Woche war ich auf einer interessanten Veranstaltung der Organisation FairVote, die sich für ein demokratischeres Wahlsystem einsetzt. Erstaunlicherweise sind 70% der Bevölkerung für eine Änderung des bestehenden Systems, aber aufgrund von komplizierten politischen Verhältnisse und dem Glauben in die reine, ursprüngliche Verfassung aus dem 18. Jahrhundert, die großen Wert auf die Eigenständigkeit der Staaten legt, scheint dies nur schwer möglich.
Obama war also gestern in Virginia, das eigentlich ein konservativer Südstaat ist und 1964 zum letzten Mal eine demokratische Mehrheit bei einer Präsidentenwahl hatte. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums in den Vororten von DC, die in Virginia liegen, hat sich die Bevölkerungsstruktur aber zu Gunsten der Demokraten geändert und Virginia wird dieses Jahr zum Battleground.
Obamas Rede konnen wir wie üblich fast mitsprechen, aber interessant waren zwei Beobachtungen. Neben uns saßen zwei ältere Frauen, die klassischen Hillary-Wählerinnen. Und als solche outeten sie sich dann auch, sagten aber, dass sie kein Problem haben, auf Obama umzuseten und sich nun informieren wollten. Und nach anfänglicher Zurückhaltungen waren sie dann später mit voller Begeisterung dabei.

Weniger ermutigend hingegen fand ich, dass weit mehr über die Hälfte der TeilnehmerInnen Schwarze waren. Es war zwar mehr als schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und Stolz sie ihrem Kandidaten zujubelten, aber für Obamas Wahlkampf bedeutet es, dass er noch sehr viel Überzeugungsarbeit bei den weißen Amis zu leisten haben wird. Es gibt auch die Vermutung, dass viele WählerInnen sich bei Umfragen nicht trauen zu sagen, dass sie nicht für einen schwarzen Kandidaten stimmen würde, bei der Wahl es aber tatsächlich nicht tun werden. Wenn das so ist, ist der knappe Umfragenvorpsrung Obamas besorgniserregend.
Besonders interessant daran: Hunderttausende waren bzw. sind im Großraum Washington ohne Strom, weil hier fast alle Stromleitungen oberirdisch verlaufen und noch dazu sehr lose über den Straßen hängen. So fällt in vielen Schulen in dieser Woche der Unterricht aus, ganz normal hier nach stürmischen Regenfällen.
Am letzten Wochenende sind in DC neun Menschen ermordert worden und damit ist die Zahl der Mordopfer in diesem Jahr abermals höher als im Vorjahr. Der Bürgermeister plant zwar auch soziale Projekte in den besonders betroffenen armen (und meist schwarzen) Stadtteilen, aber nachdem in den letzten Wochen die Polizeipräsenz besonders an den Wochenenden schon stark erhöht wurde, gibt es für die nächsten 5-10 Tage eine besondere Aktion: Die Polizei wird Straßensperren errichten und nur noch diejenigen Leute in die gefährdeten Stadtteile hineinfahren lassen, die einen Grund dafür angeben können. So ist das im besten Land der Welt.
Ob Obama daran etwas ändern wird? Gestern sprach er auf jeden Fall zum Auftakt seines Hauptwahlkampfes in Virginia und wir nutzen die Chance ihn live zu erleben trotz aller Warnungen vor einem Verkehrschaos auf dem Weg zum Stadion, das nur per Auto zu erreichen war.
Als Al Gore im Jahr 2000 gegen Bush verloren hat, obwohl er mehr Stimmen bekommen hatte, ist das ungerechte US-Wahlsystem besonders deutlicher geworden. Da der Kandidat mit den meisten Stimmen in einem Staat jeweils die gesamten Wahlmänner des Staates bekommt (The winner takes it all) kann so ein Ergebnis herauskommen. Fast schlimmer ist aber, dass durch dieses System die Staaten unterschiedlich interessant sind. In der Mehrzahl der Staaten ist nämlich vor der Wahl sowieso schon klar, welche Partei gewinnen wird, so dass sich der Wahlkampf nur auf die Swing/Battleground-Staates konzetriert. In 2004 waren das nur 13 Staaten mit der Folge, dass in den meisten Staaten kein Cent für den Wahlkampf ausgegeben wurde und die Kandidaten sich dort auch nicht sehen lassen. U.A. mit der Folge, dass in den "Throw away Staaten" die Wahlbeteiligung (insbesondere bei jüngeren Wählern) deutlich niedriger ist und die Themen, die in diesen Staaten eine Rolle spielen, im Wahlkampf nicht vorkommen.

Anfang dieser Woche war ich auf einer interessanten Veranstaltung der Organisation FairVote, die sich für ein demokratischeres Wahlsystem einsetzt. Erstaunlicherweise sind 70% der Bevölkerung für eine Änderung des bestehenden Systems, aber aufgrund von komplizierten politischen Verhältnisse und dem Glauben in die reine, ursprüngliche Verfassung aus dem 18. Jahrhundert, die großen Wert auf die Eigenständigkeit der Staaten legt, scheint dies nur schwer möglich.
Obama war also gestern in Virginia, das eigentlich ein konservativer Südstaat ist und 1964 zum letzten Mal eine demokratische Mehrheit bei einer Präsidentenwahl hatte. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums in den Vororten von DC, die in Virginia liegen, hat sich die Bevölkerungsstruktur aber zu Gunsten der Demokraten geändert und Virginia wird dieses Jahr zum Battleground.
Obamas Rede konnen wir wie üblich fast mitsprechen, aber interessant waren zwei Beobachtungen. Neben uns saßen zwei ältere Frauen, die klassischen Hillary-Wählerinnen. Und als solche outeten sie sich dann auch, sagten aber, dass sie kein Problem haben, auf Obama umzuseten und sich nun informieren wollten. Und nach anfänglicher Zurückhaltungen waren sie dann später mit voller Begeisterung dabei.
Weniger ermutigend hingegen fand ich, dass weit mehr über die Hälfte der TeilnehmerInnen Schwarze waren. Es war zwar mehr als schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und Stolz sie ihrem Kandidaten zujubelten, aber für Obamas Wahlkampf bedeutet es, dass er noch sehr viel Überzeugungsarbeit bei den weißen Amis zu leisten haben wird. Es gibt auch die Vermutung, dass viele WählerInnen sich bei Umfragen nicht trauen zu sagen, dass sie nicht für einen schwarzen Kandidaten stimmen würde, bei der Wahl es aber tatsächlich nicht tun werden. Wenn das so ist, ist der knappe Umfragenvorpsrung Obamas besorgniserregend.
Tuesday, June 3, 2008
Historic Moment

Nun ist es also doch soweit und nach so vielen Vorwahlabenden war gestern der letzte. Und der wurde natürlich richtig zelebriert, bei CNN überschlugen sich die Breaking News ab 4 Uhr nachmittags. Die TV-übliche Dramatisierung (die bei einem so langen Vorwahlkampf ohne wesentliche Ereignisse für die Einschaltquote sicherlich wichtig ist) lies etwas übersehen, dass es tatsächlich ein historischer Tag war. Und Hillary's taktisches Verhalten lies entsprechend leicht übersehen, dass es auch ein trauriges Ende für die Hoffnung auf eine baldige PräsidentIn war.
Und doch fängt der Wahlkampf nun erst richtig an und das bedeutet hier (neben elendigen Debatten mit den unangenehmen Republikanern) sich um die wahlentscheidenden Bevölkerungsgruppen zu bemühen. Und da hies es seit langem schon, dass Obama noch seine Hausaufgaben machen müsse: Frauen, Latinos, Arbeiter und Juden (die im wichtigen Wahlstaat Florida eine große Rolle spielen).
Am Wochenende gab es auch hier eine großes Fest zum 60. Geburtstags des Staates Israel.
Die Band "Maschina" habe ich 1991 schon in Israel gehört und Golda Meir und Moshe Dayan waren auch ganz witzig. Aber wie man das auch von deutschen Veranstaltungen dieser Art kennt: Dass es ein Problem mit Palästina und den Palästinensern gibt, dessen Lösung für die Zukunft Israels so wichtig ist, war bei den vielen Ständen nicht zu erkennen. Und so war Palästina nur in Form von Protesten präsent:
Eine nicht leichte Aufgabe also für Obama, der heute (wie Hillary und gestern schon McCain) bei der Jahreskonferenz der amerikanischen pro-Israel Lobby sprach. Und dort kommt eine harte, auf militärische Lösung ausgerichtete Haltung gegenüber dem Iran, wie sie John McCain vorsieht, leider viel besser an. Über die Diskussion um den Artikel der Professoren Mearsheimer und Walt, die den großen Einfluss der amerikanischen pro-Israel Lobby und christlicher Fundamentalisten auf die US-Außenpolitik kritisieren, ist auch in Deutschland viel berichtet worden. Glücklicherweise ist die jüdische Bevölkerung gerade in den USA vielseitiger. Vor einiger Zeit wurde deshalb die Lobby-Gruppe J-Street gegründet, die die Interessen der liberalen Juden in den USA insbesondere im Gegensatz zur Pro-Israel Lobby vertreten will und die sich mit der Foderung nach einer Friedenslösung für Israel einsetzen wollen. Man kann ihnen und vor allem Obama mit dieser Ausrichtung der Israel-Politik nur Erfolg wünschen. Aber die McCains werden sicherlich weiter auf die mögliche Hamas-Kontakte hinweisen, ein Berater Obamas musste wegen dieser schon zurücktreten.
Nach dem netten und unterhaltsamen Vorwahlkampf werden die nächsten 5 Monate bis zur Wahl sicher nicht mehr so angenehm sein.
Subscribe to:
Posts (Atom)