Wednesday, November 5, 2008

und die Party

Hier nun also zuerst der Blick gestern morgen aus unserem Wohnzimmerfenster (auf dem zweiten Bild ist das Ende der Schlange rechts hinten nicht zu sehen):

Doch wohl wegen der ganzen Vorwarnungen waren die meisten Leute schon am Vormittag wählen gegangen, so dass das befürchtete Drama ausblieb, dass nicht alle rechtzeitig wählen koennen. Bei Nieselregen standen dann hauptsächlich die Kampagnen-HelferInnen vor den Wahllokalen.

Und der Wahlabend war dann sicher optimal in seinem Verlauf. Nach Schliessen der ersten Wahllokale um 7 kamen erste Ergebnisse, aber der Trend für Obama war noch nicht so klar, weil zunächst überwiegend ländliche Gebite ausgezählt waren, die eher republikansich wählen. Ab 9 wurde es dann schon klarer, dass Obama siegen würde, aber einige wichtige Ergebnisse standen noch aus. Um 11 dann, nach Schliessung der Wahllokale in den demokratisch orientierten Westküstenstaaten, endlich die lang erwartete Meldung (und der Sekt). Und nach der McCain (sehr staatstragend zur Unterstützung des neuen Präsidenten aufrufend) und der Obama-Rede (bewegend, aber man merkte ihm die Erschoepfung des langen Wahlkampfs an) ging es dann auf die Strasse, wo die Freude wirklich überwältigend war.




In der U-Street, dem gentrifizierten, aber immer noch stark von Schwarzen besuchten Vergnügungsviertel (in den 20er und 30er Jahren wohl das "Harlem" DC's) waren zwar überwiegend Schwarze auf der Strasse, aber auch viele andere, sehr multikulturell. Noch bunter wurde es dann auf dem Weg zum Weissen Haus, die Strassen voll mit hupenden Autos, überall gratulierte man fremden Leuten und vor der zukuenftigen Wohnung der Obamas dann ein riessiger Andrang.

Und so war ich sehr beruhigt, dass sich die aus Deutschland noch in der Nacht per sms geäusserte Befürchtung nicht bewahrheitete, dass es in New York und Chicago spannender sein koennte...