Günstiger sind Pendlerzüge, die es in einigen wenigen Städten der USA gibt, die aber nur Montags bis Freitags fahren und normalerweise so, dass sie morgens in die Großstadt reinfahren und abend wieder raus.
Für Ausflüge also weder am Wochenende noch in kleinere Städte der Umgebung also ungeeignet. Dasgleiche gilt übrigens für die meisten Busverbindungen außerhalb der Städte. Die bekannte Greyhound-Busgesellschaft bietet nur sehr wenige Strecken und Ziele an und ist meist wegen vieler Zwischenhalte extrem langsam.
Bis in die 20er Jahre des 20.Jh. hatten die USA ein großes Eisenbahnnetz. Doch schon in den 30er Jahren hat sich das Auto so stark durchgesetzt, dass das Eisbahnsterben bereits in dieser Zeit intensiv begann. Gleichzeitig setzte eine große Welle des Auszugs der Menschen in die Vororte ein, die entsprechend nach den Bedürfnisses des Autoverkehrs gebaut wurden. Dass die Pendlerzuüge seit den 80er-Jahren wiederbelebt wurden und auch weiter ausgebaut werden, liegt nur daran, dass es im Berufsverkehr fast unmöglich ist, mit dem Auto in oder aus den Städten zu kommen.
Die Vorortzug oder -metrostationen bestehen meist aus rießigen Parkplätzen und -häusern, zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommt man nicht dorthin. Und das heißt auch: sobald abends die breit ausgebauten Straßen wieder leerer sind, käme keiner auf die Idee, mit dem Zug zu fahren. Und somit gibt es wenig Hoffnung auf eine richtige Wiederbelebung des Zugfahrens. Und obwohl hier viele neue Dinge sehr schick gemacht sind, kommt man sich auf den Bahnhöfen eher wie in einer Tiefgarage vor:
Aber großes Glück: Zwischen Washington DC und dem 66 Meilen nördlich gelegenen Baltimore, das wesentlich älter und aufgrund seines großen Hafens eine wirtschaftlich viel größere Bedeutung spielt(e) , gibt es den ganzen Tag über Pendlerzüge (aber nur Montags bis Freitags).
So konnte ich eine Ausflug dorthin machen und mir neben der Stadt auch noch eine Straßenbahnlinie anschauen, die auf der Trasse einer alten Eisenbahnlinie gebaut wurde.
Meine kritische Begutachtung fand ich am Abend bei Wikipedia bestätigt: Obwohl es eine Vorrangschaltung der Straßenbahn gegenüber dem Autoverkehr gibt, ist diese aus politischen Gründen nicht freigeschaltet, was die Konkurrenzfähigkeit stark reduziert.
Zu Anfang war ich beim Reisen übers Land verwundert, dass es viel mehr befahrene Gleise gibt, als ich dies aus dem Kursbuch(heftchen) entnehmen konnte.
Aber während der Personenverkehr per Bahn hier kaum eine Rolle spielt, werden 40% der Güter in den USA per Bahn transportiert, in Deutschalnd sind das nur 13%. Und damit kann man Geld machen, die vielen verschiedenen Eisenbahnunternhemen sind alles börsennotierte Aktienunternehmen. Allerdings ist das mit Abstand am meisten transportierte Gut Kohle, die die Grundlage für 50% der Stromgewinnung in den USA ist. Umweltschutz durch Bahntransport?