Dabei war es so praktisch, in Hausschuhen über die Straße gehen zu können, um das Abendprogramm spontan zu bestimmen. Ob wir jetzt zur Konkorrenz Netflix wechseln? Ein Internet-Anbieter, bei dem man sich bequem zu Hause seine Filme aussucht und sobald man den gesehenen zurückschickt, den nächsten zugesandt bekommt.
Aber zum Glück ist das kulturelle Programm in der Hauptstadt so umfangreich, dass wir das (noch?) nicht nötig haben. Sei's das schwul-lesbsiche Filmprogramm oder kostenlose Kammermusikabende in der Library of Congress.
Oder das Verdi-Requiem in der National Cathedral, die so groß ist, dass die Musiker für den hinteren Teil auf Leinwänden übertrage wurden - nicht nur angenehm. Lecker dafür die anschließende Apfelprobe bei einem Mitsänger, dessen Mitbewohner sich auf das Erforschen der verschiedensten Apfelsorten spezialisiert hat. Von den einst 18.000 um 1900 gibt es heute nur noch 6.000. Und um die leckersten zu finden braucht man eindeutig einen Spezialisten.
Das beste Alternativprogramm zu Blockbuster ist aber der Indian Summer, wobei es immer nicht so einfach ist, die Stellen zu erwischen, an denen er gerade auf dem Höhepunkt ist.
Was hier wie die Schlossbrücke aussieht, ist tatsächlich auch eine.
Auf der Rückfahrt gabs dann (nicht nur) leckere Apfelsorten zu kaufen.
Und wo könnte man einen gelungen Wandertag besser beenden als beim Blue Cheese Burger im Hotel Strasburg in Strasburg, Virginia, das 1761 von einem Mannheimer gegründet wurde?