
Es ist manchmal schwer zu ertragen, mit welcher Selbstverständlichkeit Krieg hier als Mittel zur Lösung von Konflikten gesehen wird. Und dazu gehört auch der nicht nur selbstverständliche, sondern meist verehrende Umgang mit Soldaten. Oft sagen wildfremde Menschen zu Soldaten, die sie auf der Straße treffen: Thank you for your service. Damit machen sie es sich sehr einfach, denn die meisten Soldaten dienen ja nur aus finanziellen Gründen. Hatte die Armee vor zwei Jahren noch große Rekrutierungsprobleme, hat sich das durch die Wirtschaftskrise nun alles gelöst.
Obama hat es sich da schon etwas schwerer gemacht und ich bin überrascht, wie sehr mich das Bild vom Präsidenten vor den ankommenden Särgen der Soldaten beeindruckt hat. Seine politische Entscheidung in Bezug auf Afghanistan wird wahrscheinlich nicht so anders sein, aber immerhin scheint sie überlegter und verantwortungsvoller zu sein.