Dank des kleinen Post-Schiffes und der Tidenunabhängigkeit konnte die Fahrt mit großer Geschwinigkeit stattfinden.
Und die Insel strahlte tatsächlich eine unglaubliche Ruhe aus, die man in den lauten USA noch mehr Wert schätzen kann.
Die zwei einzigen Übernachtungsquartiere waren leider (noch) nicht (mehr?) in Betrieb.
Dafür war aber der Inselladen offen, der gleichzeitig nicht nur als Imbiss fungiert sondern auch als Treffpunkt für die Inselbewohner, deren Alt-Englischen Dialekt wir so bewundern konnten. Die Insel ist schon seit dem 17. Jahrhundert besiedelt und hat(te) wohl nicht viel Außenkontakt, so dass sich die Sprache der usrpünglichen Siedler erhalten konnte.
Die Haupterwerbsquelle war und ist der Krebsfang. Der Krebsbestand ist allerdings durch die Verschmutzung der Bucht stark dezimiert. Kein Wunder bei den Wasch- un Spühlmitteln, die man hier benutzt. Meine Versuche mit Ökospühlmittel scheitert leider etwas an der schlechten Spühlmaschine.
Alte Autos zu entsorgen scheint ähnlich aufwändig wie auf den ostfriesischen Inseln.
Das einzige, was der Insel leider fehlte, war der Strand. Den haben wir dafür an anderer Stelle vom Festland (bzw. einer unbewohnten Insel) aus genossen, bei schönem, warmen Sommerwetter an einer einsamen Stelle.
Und zum Kontrast und zum weiteren Kennenlernen des Landes auch noch in Virginia Beach, einer Bettenburg wie bei Loriot in Tenever. Trotzdem aber auch mit erstaunlich schönem Strand.
Auf der Fahrt dorthin mal wieder faszinierende Brückenkontruktionen: 17 Meilen lang über die Mündung der Chesapeake Bay.
Und auf der Rückfahrt noch ein Abstecher ins historische Williamsburg, wo die britische Kolonie Virginia im 17. und 18. Jahrhundert ihren Regierungssitz hatte. Die armen Amis: Da sie ständig alles abreisen und neu aufbauen, sind nur einige Häuser des Ortes orginal, die anderen nachgebaut und man kam sich eher wie in einem Disney-Park vor.