Saturday, December 12, 2009

Philadelphia

Was nahe liegt, ist ja manchmal nicht so einfach zu erreichen und so haben wir es erst jetzt nach Philadelphia geschafft, das zwischen Washington und New York liegt und ganz einfach und günstig mit dem Chinatown Bus zu erreichen ist.

Dabei hat Philadelphia einige der wichtigsten historischen Touristenattraktionen zu bieten, denn es war nicht nur die erste Hauptstadt der USA, sondern hier wurden auch 1776 die Unabhängigkeitserklärung der damals 13 Kollonien und 1787 die bis heute so wichtige Constitution (Verfassung) der Vereinigten Staaten verabschiedet. Alles im damalgigen Pensylvania Statehouse.

Und gegenüber des Statehouses steht die Liberty Bell, mit der zu den wichtigen Versammlungen gerufen wurde und die über die Jahrhunderet als Symbol für verschiedenste Freiheitskämpfe genutzt wurde.

Aber wie so oft war das wirklich nette in Philadelphia, dass die Stadt für amerikanische Verhältnisse relativ alt ist und ein viel schöneres gewachsenes Stadtbild als manch andere US-Städte hat.

Dazu gehört auch ein alt(modisch)es U- und Straßenbahnsystem...

Wie immer aber natürlich auch interessant, die verschiedenen Einwandererkulturen zu beobachten. Zum einen ein großer italienischer Stadtteil, dessen Salami wir immer noch geniesen.

Dann aber auch eine erst seit zwei Jahren bestehende neue Tradition, die in den USA gut ankommen müsste, denn die Amis sind immer ganz begeistert von den deutschen Weihnachtsmärkten.

Das Eindrücklichste dort war ein älteres deutsches Ehepaar (leider ohne Foto), das wir zufällig trafen und das in den 50er Jahren aus Deutschland ausgewandert war. Sie machten mit einer Busgruppe einer deutschen Kulturgruppe im ländlichen Pennsylvania (das einen hohen deutschen Eindwanderungsanteil hat) einen Tagesausflug zum Weihnachtsmarkt und erzählten, dass sie ihre Zimtsterne lieber selbst backen, denn die, die hier von Aldi verkauft wurden, hatten hohe Preise. Aber der Glühwein durfte natürlich auch nicht fehlen.

Thursday, December 3, 2009

Die letzte Autogeschichte

Autobesitzer können es wahrscheinlich nicht nachvollziehen, aber endlich ist es so weit: Nachdem nun auch die ganze Elektronik versagt hat und man nicht mal mehr die Türen öffnen kann, lohnt es sich nicht mehr, unser Auto reparierer zu lassen. Welch eine Erleichterung! Die letzte Pannenstelle netterweise direkt vor meinem Lieblingscafe eine Ecke von unserem Haus entfernt und mit sehr freundlicher Taxi-Fahrer-Hilfe.

Und wie gut, dass wir auch anderweitig versorgt sind. Endlich haben wir wieder zwei Fahrräder und ich kann noch überzeugter Werbung für eine fahrradfreunliche Gesellschaft machen.

Und BTW noch eine Bemerkung auf eine in den letzten Tagen vielfach gestellte Frage. An einem der ersten Tage in meinem neuen Lebensjahrzehnt ging ich auf eine hier nur sehr selten stattfindende alternative schwul-lesbische Party. Und ich war begeistert, weil es wirklich eine sehr nette Atmospäre war, allerdings fühlte ich hier zum ersten (und bisher einzige Mal) das Alter. Der einzige Trost: Die jungen Leute konnten nicht nur halb so alt sein wie ich, denn zum Trinken (und damit auf eine Party gehen) muss man hier ja mindestens 21 sein.