Monday, March 9, 2009

3. Jahr und 100. Blogeintrag

Passenderweise veranstaltet die Organisation "Foods&Friends" jedes Jahr am ersten Donnerstag im März ihren "Dining Out for Life - Dine Out, Fight AIDS" abend, bei dem viele Restaurants in DC (einen Teil) ihres Erlöses an diese Einrichtung spenden, die Essen auf Rädern für Menschen mit HIV/AIDS, Krebs oder anderen lebensbedrohenden Krankheiten organisiert. So begingen wir den 2. Jahrestag meiner Ankunft in DC diesmal in Freddie's Beach Bar.

Freddie's liegt im Washingoner Vorort Crystal City, einem Stadtteil von Arlington, Virginia, das wiederum an der U-Bahn zu meiner Arbeit liegt. Wir waren nicht nur erstaunt, dass es inmitten der häßlichen Betonklötze typsich amerikanisch eine kleine Straße mit Restaurants und etwas Atmosphäre gab, sondern auch, dass der Ansturm so groß war, dass man gebeten wurde zu gehen, sobald man seinen Teller leergegessen hatte.

Aber diese Art der in den USA immer so betonten Wohltätigkeit passt wohl gut in das System, wo das Spenden dazu gehört und immer betont wird, für viele aber nicht gerade weh tut (auch hier mal wieder ein Thema, zu dem ich gerne die Vergleiche zwischen Deutschland und den USA genauer recherchieren würde). Als letztes Jahr bekannt wurde, dass der Leiter von Foods & Friends ein Jahresgehalt von $300.000 hat, ging das zwar durch die Medien, aber Konsequenzen hatte es keine. Immerhin besteht eine der Steuererhoehungen, die Obama für Leute mit einem Jahreseinkommen von mehr als $250.000 plant, darin, den Steuersatz für Abzugsfähigkeit von Spenden auf die Höhe von weniger Verdienenden zu reduzieren. Wenn das mal nicht Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft der Reichen (die sich selbst wahrscheinlich als "Mittelklasse" bezeichnen) haben wird...