Friday, March 7, 2008

Anniversary

Gestern vor einem Jahr bin ich hier angekommen und wo hätten wir diesen Tag besser begehen können als hier:

Und so wie ich viele unserer deutschen Kunden am Telefon sofort erkenne und ihnen auf Deutsch anworte, wurde meine Reservierung auch auf Deutsch bearbeitet. Passenderweise war gestern auch noch "food for friends" Abend, 25% unseres Rechnungsbetrags gingen an diese gemeinnützige Organisation, so dass das richtig deutsche Essen mit Hering, Jägerschnitzel, Wurstsalat und Hefeweizen noch besser schmeckte (es gab schon lange keine Essens-Fotos mehr im Blog, oder?)

Das Jahr kommt mir viel länger vor, wohl auch weil ich hier schon so viel erlebt habe. Und ich bin sehr zufrieden sein, wie gut alles bisher geklappt hat. Gerade haben wir wieder von PartnerInnen von Deutschen gehört, die frustriert sind, weil sie keine Arbeit gefunden haben und auch von einem Lesbenpaar, das nach einem Jahr wieder nach Deutschland zurückgegangen ist, weil es für die Partnerin unmöglich war, ein längerfristiges Visum zu bekommen. Und so bin ich noch zufriedener mit meiner Arbeit, deren hierarchische Strukturierung mich allerdings zuweilen an die Grenzen meiner Belastbarkeit bringt. Seit ich nach Stunden bezahlt werde (der Satz liegt mit $12,50 fast beim deutschen Mindeslohn für Postangestellte, gleichzeitig leide ich unter dem starken Euro, von dem wir aber sonst sehr profotieren), fällt es mir auch etwas leichter, mehr als 60 Wochenstunden an meinem Arbeitsplatz zu verbringen.

Ein weiterer Trost sind die vielen deutschen Journalisten, die ich über ihre Steuererklärungen kennenlerne. So wirke ich sowohl bei der Steuererklärung des neuen Spiegelchefredaktuers als auch bei der noch komplizierteren seines Konkurenten, der Spiegel-Chef in Washington geworden ist, mit.
Meine deutsches Eigentum hat mich diese Woche für ein deutsches Siegel auch in die deutsche Botschaft gebracht, wo der Botschafter sehr nett, gleich um die Ecke der Braxton'schen Villa residiert.

die sich erstaunlich mutig gegenüber amerikansichen Zahlungssitten abgrenzt.

Und immerhin sind wir endlich auch dabei, unser amerikanisches Sozialleben etwas auszubauen

Bei den Aufklebern am Kühlschrank ist noch keine Entscheidung gefallen, was die Journalisten mehr nervt als mich, der ich weiterhin Spaß an den Fernsehwahlabenden habe, oft das einzige wozu die Energie noch reicht, wenn ich um halb 9 von der Arbeit komme.

Aber die Aussichten sind gut. Nach dem 15. April werde ich wieder viel in der Sonne sitzen können und unsere Ausflugszielen können auch wieder weiter sein, obwohl wir auch an Sonntagnachmittagen Spaß an amerikanischen Zielen in der näheren Umgebung haben.

Und dann gibts auch wieder mehr Berichte im Blog...