Im Blog sieht's so aus, als sei nach dem Schnee und in der tax season nichts mehr passiert. Dabei wird hier weiterhin über die Gesundheitsreform diskussion. Man kann es wirklich nicht mehr hören und schon gar nicht verstehen, dass die Demokraten zu dumm sind, das endlich mal zu einem Ende zu bringen.

Das andere große Thema sind die sogenannten Mid-term-Elections, die im November stattfinden werden und von denen man erwartet, dass die Demokraten viele Sitze verlieren werden. Aber so kann man natürlich auch nicht richtig regieren.

Ein bischen wird nachtürlich auch über "Jobs, Jobs, Jobs" diskutiert, aber so richtig getan wird nichts. Die Republikaner haben nur die Idee Steuern zu senken, während die Demokraten sich nicht trauen, Geld auszugeben, weil sie dann gleich wieder als Sozialisten verschrien werden. Dabei leiden viele weiterhin und zunehmende unter der Wirtschaftkrise. Ich habe mich ja sehr gefreut, dass es letzte Woche endlich mal richtige Proteste von kalifornischen Studenten gab, denn nicht nur dort wird im Bildungsbererich massiv gestrichen. Aber bisher haben sich die Proteste leider noch nicht ausgebreitet...

Erfreulicheres kann man immerhin aus DC berichten: Ob man es will oder nicht, Lesben und Schwule können hier seit dieser Woche heiraten, was für die USA ja schon was ist.

Natürlich nicht, ohne gleich wieder Rückschläge erleiden zu müssen. Die katholische Kirche hatte sich sehr gegen die Homoehe eingesetzt. Da sie aus Gleichberechtigungsgründen nun auch Partnern von lesbischen und schwulen Mitarbeitern Krankenversicherungen anbieten müsste, hat sie einfach ihre Regeln geändert: Ab sofort bekommen aus Gleichberechtigungsgründen auch die heterosexuellen Partner keine Mit-Versicherung mehr. So sozial sind die Kirhcne hier und so unsozial das System (siehe Krankenversicherung oben...)

Und dann gibts natürlich auch noch Sport und Kultur. Bei den olympischen Spielen war vor allem die unterschiedliche Medallienzählung interessant. Im Gegensatz zur sonst gewohnten Zählung geht es hier nicht nach der Anzahl der Goldmedallien sondern nach der Gesamtzahl der Medallien. Wer kommt damit wohl auf den ersten Platz?
Die Oscar-Gala ist hier ein großes Ereignis zu dem viele Parties veranstaltet werden, obwohl der über dreistündige Abend wie immer extrem langweilig war. Immerhin gab es ja einige Highlights: Die erste beste Regiseurin, der erste afro-amerikansiche beste Drehbuchautor und der schreckliche Avatar-Film hat nicht gewonnen.


Und doch war's wieder schade, dass die Verleihung des Oscars für besten Film an den kriegskrtischen Film "The Hurt Locker" nur zu staatstragenden Sympaiebekundungen zu den Soldaten geführt hat, nicht aber zur Kritik an der US-Kriegspolitik.