Tuesday, September 22, 2009

amerikanische Verhältnisse

Bisher haben wir uns hier immer aufgeregt, dass die Wahl des Präsidenten der USA nicht entsprechend der prozentualen Stimmenverhältnisse entschieden wird sondern über die Anzahl der Wahlmänner. Was zur Folge hat, dass Wahlkampf nur in bestimmten, wahlentscheidenden Staaten stattfindet und man im Wahlkampf ständig die Karte verfolgt, um zu sehen, welche Staaten rot und welche blau werden. Diesmal scheint ja aber auch die Deutschlandkarte entscheiden zu werden.

Man koennte jetzt auch in Deutschalnd taktischeren Wahlkampf führen, um die überhangmandate der CDU zu verhindern. Die SPD brauchte demnach Erstimmen in Baden-Würtemberg (6 moegliche CDU überhangmandate), Sachsen (3), Schleswig-Holstein, Meck-Pom und Rheinland Pfalz (je 1), sowie in Brandenburg, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo sie selbst überhangmandate zu erwarten hat. In den USA wäre diese Karte jetzt besser aufbereitet und man koennte genau die Wahlkreise sehen, in denen es knapp wird (rosa und hellblau). Leider habe ich keine entsprechende für Deutschland gefunden.
Und wenn Merkel schwarz-gelbe Kanzlerin wird, obwohl Rot-Rot-Grün mehr Stimmen bekommt, koennen die Deutschen sich nicht mehr beklagen, dass W. Bush Präsident wurde, obwohl Al Gore mehr Stimmen hatte!