Thursday, April 29, 2010

Drill Baby Drill

Das war einer der Wahlsprüche im Präsidentschaftswahlkampf, besonders gerne genutzt von Sarah Palin, mit dem die Republikaner sich für mehr Erdölförderung vor der Antlantikküste einsetzten. Selbst die beiden Bush-Präsidenten hatten das aus Umweltschutzgründen in vielen Bereichen verhängte Verbot nicht aufheben wollen, aber mit dem Argument, unabhängig von den bösen Erdölstaaten des Nahen Osten zu werden, spielte das auf einmal keine Rolle mehr.
Bei unserer Reise durch die Südstaaten konnten wir beobachten, dass trotzdem bereits viel Öl in Küstennähe gefördert wird.

Als Obama dann vor ein paar Wochen ankündigte, vermehrt vor den Küsten nach Öl bohren zu wollen, war das schon ein großer Schock. Er möchte damit den Republikanern bei seinen geplanten Umweltschutzmaßnahmen mit einem Kompromissangebot entgegenkommen. Aber das auf Kosten dieser traumhaften Strände?

Als letzte Woche dann die Bohrinsel sank, wurde schon klar, dass das alles nicht so sicher ist. Dass die Ölfirmen ihre Bohrstellen aber so wenig unter Kontrolle haben und auf einen Unfall wie diesen nicht vorbereitet sind, ist wesentlich schlimmer, als ich gedacht hätte. Heute abend hat das Öl die Küste erreicht und wird diese einmaligen Marschlandschaften zerstören.

Dass es bisher von demokratischer Seite trotz dieser Katastrophe kaum Forderungen gibt, den Obama-Plan zurückzunehmen, ist kein schönes Zeichen. Müssen erst alle diese Pflanzen und Tiere verenden, damit sich etwas ändert?

Und Obama hat ja auch vor, Kernenergie wieder massiv zu fördern, als umweltfreundliche Energiequelle! Muss es auch in diesem Bereich erst eine Katastrophe geben? Eine Menschenkette gegen Atomenergie ist hier leider nicht so schnell vorstellbar.

Sunday, April 25, 2010

Wie beruhigend

Diese Woche gab es gleich zwei Meldungen, die für meine Rückkehr nach Kreuzerg sehr beruhigend sind. Der Pachtvertrag fürs SO36 ist verlängert worden und damit auch fürs Fatal, Gayhane...

Und dann laß ich auch noch durch Zufall, dass der Bierhimmel wieder geöffnet hat. Der Bericht und das Foto lassen mich zwar etwas skeptisch, dass er nicht mehr so ist wie früher...

aber trotzdem sehr schön und erfreulich.
Dabei haben wir vor kurzem hier auch eine Party erlebt, die mit den liebevoll bis ins Details vorbereiteten Parties der (Bremer) ZAKK Orga-Gruppe mithalten konnte. Für eine gute Party (in DC?) muss man natürlcih erstmal anstehen.

Dann gings mit einem toll geschmückten Lastenaufzug mit Live-Musik ins Obergeschoss.

Wer noch nicht cool genug aussah, konnte sich noch nachhelfen lassen. Oder einfach nur entspannen.

Die Tanzfläche war nicht einfach nur eine Tanzfläche. Noch interessanter die Gänge des großen Lagerhauses. Unser Ziel war die schon am Eingang beworbene Sake-Bar (Die Party fand zur Zeit und unter dem Motto des japansichen Kirschblütenfestes statt, mit dem sich die Kinder in München am Besten auskennen).

Und tatsächlich, da war sie. Und der Sake floss fast ohne Grenzen (Der Betreiber der Bar war wohl tanzen gegangen).

Wie schade, dass auch hier die Polizeistunde streng eingehalten werden musste. Noch trauriger aber, dass es solche Parties und Aktionen in dieser Regierungsstatt nicht öfter gibt.

Monday, April 19, 2010

Ostfriesische Insel in der Chesapeake Bay?

Nach dem Ende meiner dritten tax-season gibt es nun endlich wieder Blog-Einträge, zunächst einen über den traditionellen post-season-Ausflug. Auch in diesem Jahr hat uns Regenwetter von der Fahrt zu den Niagarafällen abgehalten und wir sind wieder in den sonnigen Süden gefahren. Was ich schon immer sehen wollte: Eine der beiden bewohnten Inseln in der rießigen Chesapeake-Bucht. Wir entschieden uns für Smith Island und waren schon vom Fähranleger begeistert.

Dank des kleinen Post-Schiffes und der Tidenunabhängigkeit konnte die Fahrt mit großer Geschwinigkeit stattfinden.

Und die Insel strahlte tatsächlich eine unglaubliche Ruhe aus, die man in den lauten USA noch mehr Wert schätzen kann.

Die zwei einzigen Übernachtungsquartiere waren leider (noch) nicht (mehr?) in Betrieb.

Dafür war aber der Inselladen offen, der gleichzeitig nicht nur als Imbiss fungiert sondern auch als Treffpunkt für die Inselbewohner, deren Alt-Englischen Dialekt wir so bewundern konnten. Die Insel ist schon seit dem 17. Jahrhundert besiedelt und hat(te) wohl nicht viel Außenkontakt, so dass sich die Sprache der usrpünglichen Siedler erhalten konnte.


Die Haupterwerbsquelle war und ist der Krebsfang. Der Krebsbestand ist allerdings durch die Verschmutzung der Bucht stark dezimiert. Kein Wunder bei den Wasch- un Spühlmitteln, die man hier benutzt. Meine Versuche mit Ökospühlmittel scheitert leider etwas an der schlechten Spühlmaschine.
Alte Autos zu entsorgen scheint ähnlich aufwändig wie auf den ostfriesischen Inseln.

Das einzige, was der Insel leider fehlte, war der Strand. Den haben wir dafür an anderer Stelle vom Festland (bzw. einer unbewohnten Insel) aus genossen, bei schönem, warmen Sommerwetter an einer einsamen Stelle.

Und zum Kontrast und zum weiteren Kennenlernen des Landes auch noch in Virginia Beach, einer Bettenburg wie bei Loriot in Tenever. Trotzdem aber auch mit erstaunlich schönem Strand.

Auf der Fahrt dorthin mal wieder faszinierende Brückenkontruktionen: 17 Meilen lang über die Mündung der Chesapeake Bay.

Und auf der Rückfahrt noch ein Abstecher ins historische Williamsburg, wo die britische Kolonie Virginia im 17. und 18. Jahrhundert ihren Regierungssitz hatte. Die armen Amis: Da sie ständig alles abreisen und neu aufbauen, sind nur einige Häuser des Ortes orginal, die anderen nachgebaut und man kam sich eher wie in einem Disney-Park vor.