Friday, October 5, 2007

FAQ - wie bekomme ich einen JOB?


Seit vorgestern läuft sie wieder, die bekannte greencard-Lottery, bei der einmal jährlich 50.000 dauerhafte Aufenthaltsvisa für die USA verlost werden.
Bei 5,5 Millionen Teilnehmern im letzten Jahr ist die Gewinnchance mit ca. 1:100 gar nicht so schlecht und ich werde auch in diesem Jahr wieder mitmachen. Denn sonst sind die Chancen wesentlich schlechter: Die einzige Visumsmöglichkeit für mich ist ein Arbeitsvisum für qualifizierte Fachkräfte. Dieses Visum ist auf 65.000 pro Jahr begrenzt, man kann sich nur einmal im Jahr, nämlich ab dem 1. April für ein Visum ab dem 1. Oktober bewerben. In diesem Jahr war der Andrang wie immer so groß, dass die zuständige Behörde alle Anträge ab dem 2. April ablehnte, weil es schon zu viele Bewerbungen gab. Erschwerend kommt hinzu, dass das Visum in einem aufwändigen und teuren bürokratischen Prozess vom Arbeitgeber beantragt werden muss, so dass mir die deutsch-amerikanische Handelskammer diese Woche einmal wieder bestätigte, dass es eher unwahrscheinlich ist, eine Stelle zu finden. Auch die deutschen Institutionen und Firmen hier können nur sehr begrenzt deutsche Fachkräfte entsenden, alle Tätigkeiten, die auch von Amerikaner ausgeführt werden können, müssen mit lokalen Kräften besetzt werden. Leider ist meine berufliche Qualifikation eher für diese Stellen geeignet, bei denen in den Ausschreibungen aber immer schon steht: "wir setzen ein amerikaniches Arbeitsvisum voraus".
Die Anzahl der jährlichen Visa wurde nach dem 11. September 2001 stark reduziert und eine geplante Verdoppelung scheitert zur Zeit an der Angst, damit illegalen Einwanderern mehr Chancen zur Legalisierung ihres Zustandes zu ermöglichen.
Es gibt noch eine kleine Möglichkeit über ein "Trainee"-Programm leichter ein Visum zu bekommen, aber auch dafür muss man erst einen Arbeitgeber finden, der sich darauf einlässt. Und bei dem die Hoffnung besteht, aus dem einjährigen Trainee-Programm irgendwie in eine geeignete Stelle zu rutschen. Ein nur sehr kleiner Trost: auch ordentlich heterosexuell verheiratete Partner leiden unter diesen Bedingungen.