
Der Abend war dafür von den verschiedensten Wahlen bestimmt, die hier immer am ersten Dienstag im November stattfinden. Nach der großen Wahl vor einem Jahr, ging es heute aber nur um zwei Gouverneurswahlen, eine Repräsentantenhausnachwahl, verschiedenste Bürgermeister- und Kommunalwahlen (auch in New York) und eine Abstimmung über die Homo-Ehe in Maine. Auch in meinem Arbeitsstaat Virginia wurde der Gouverneur gewählt und eine der zur Wahl stehenden Abgeordneten wollte gerne in den deutschen Blog kommen.
Da die Bundesstaatsregierungen trotz des starken Föderalismus keinen direkten Einfluss auf die Bundespolitik haben (die wird über die 2 Senatoren pro Staat ausgeübt) wurde über Stunden darüber diskutiert, ob die Wahlen auch eine Abstimmung über Obama waren. Was man auf jeden Fall sagen kann: Das was Obama gelungen war, nämlich junge und schwarze Wählerinnen für Wahlen (und vielleicht Politik) zu begeistern, konnte nicht fortgesetzt werden. Eigentlich erstaunlich bei so gut durchgeplanten Wahlkämpfen, dass dies nicht zumindest mehr versucht wurde. Aber so war es heute irgendwie doch eine Abstimmung über Obama, die gezeigt hat, dass er einfach ein toller Typ ist und eine außerordentlich gute Kampagne geführt hat.
Und in diesem Moment, mehr als zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale kommt nun die Meldung, dass die Republikaner nicht nur (wie erwartet) Virginia sondern auch New Jersey gewonnen haben...