Thursday, May 13, 2010

Teil 1 - "nur" New York

Gerade mal vier Tage in New York gewesen und schon wieder gibt es so viel zu berichten. In sehr bewährter Weise habe ich wieder ein Fahrrad geliehen und diesmal gings nach Queens.

Nachdem Brooklyn auch schon wieder gentrifiziert ist, soll Queens wohl der neue angesagte (und noch günstige) Stadtteil sein. Hier in Long Island City sah's aber auch schon wieder schicker aus.

Nur die U-Bahn hat zum Glück noch ihren alten Charme.

Und dann gings von einer Kultur(inarik) zur nächsten. Zuerst die Griechen.

Dann mitten im Nahen Osten, wo man nur noch Arabisch hörte.

Und das ganze spielt sich in der Steinway Straße ab, an deren Ende dann auch die namensgebende Fabrik zu finden ist - etwas ernüchternd bei dem tollen Namen.

Zwischendurch immer wieder tolle U-Bahn-Strecken und das Glück für jeden Bahn-Fotografen: Ein Acela (der US-ICE) quert den Viadukt der Strecke nach Boston.

Die böhmischen Spezilaitäten gibts leider erst am Abend.

Und weiter ins Latino-Viertel.

Interessant die auffallend vielen Steuerbüros, die sich alle auch mit Immigrationsfragen beschäftigen.

Noch weiter draussen dann in Flushing (Meadows ist hier auch) die größte asiatische Gemeinschaft der USA (ausserhalb Kaliforniens)

An manchen Stellen kann man noch sehen, wer hier urspürnglich mal gelebt hat. Zum Glück wird diese Synagoge gerade renoviert, auch wenn die Juden hier nicht mehr leben.

Nach so einer Tour freut man sich noch mehr, nicht ins Hostel zurück zu kommen.

Da blieb dann noch Energie für Kultur: Ein Musical muss ja auch mal sein: Bloddy, bloody Andrews Jackson, über einen der schlimmsten Präsidenten, der für die Massendeportation vieler indianischer Stämme verantwortlich ist.

Durch Zufall endlich mal das neue New York Times Gebäue gesehen. Die Times hat gerade große Konkurrenz bekommen: Das Wall Street Journal bietet seit neustem einen NYC Lokalteil, der mich natürlich sehr interessiert hätte. Aber die sollen keinen cent von mir bekommen!

Kurzer Check, was sich im Nightlife so verändert hat.

Dann kam ein Tag mit anderen Transportmitteln und auch im anderen Staat auf der anderen Seite des Hudson.

Gleich auch eines der Lieblingstransportmittel entdeckt.

Dann war die Überraschung groß. Der nette Stadtteil Hoboken scheint der Prenzlauer Berg New Yorks zu sein.

Keine Ablenkung, zurück zum eingentlichen Thema des Tages.

Da kann man eiegntlich auch gar nicht viel mehr dazu sagen, so ein schönes Bahnnetz hat DC leider nicht.

Auch von dieser Seite aus werden die Türme sehr vermisst.

Und schon wieder weiter, diesmal mit dem PATH Zug nach Newark, New Jersey. (Was ein Glück mit dem Acela im Bild)

Wie so oft wirken manche Dinge eher wie in einem ehamligen Sowjetstaat, wozu man auch die tollen alten Bahnhöfe zählen kann.

Newark allerdings zählt zu den schlimmsten und gefährlichsten Städten der USA, was man schnell sehen konnte.

Witzigerweise wurde gerade an diesem Tag der junge, dynamische Bürgermeister wiedergewählt, der wohl in den letzten Jahren zu einigen/vielen(?) Veränderungen beigetragen hat.

Und dann ein großes Glück: Durch Zufall gerate ich inmitten eher unangenehmer und gefährlich wirkender Straßen in einen alten jüdischen Deli.

Dann aber schnell zurück, was mit den New Jersey Transit Zügen auch kein Problem ist.

Am Times-Square noch größeres Polizeiaufgebaut.

Und so reicht es auch schon wieder ins Musical: Diesmal "The Kid" über ein schwules Paar, das ein Kind adoptieren möchte. Viel besprochen als Beispiel, dass sich die Inhalte von schwulem Theater weg von AIDS und coming out mehr zu "normaleren" Themen entwickeln.

Noch ein Tag, die Bronx fehlt noch, aber was macht man da, ohne in gefährliche Stadtteile zu geraten?

Bronx Zoo natürlich, leider ohne die Nichten und Neffen.

Und dann noch eine große Überraschung. Mitten in den hauptsächlich von Schwarzen und Latinos bewohnten Stadtteilen ein Little Italy, das unglaublich original ist, nicht nur was das GTA-mäßige Essen angeht.