Man muss natürlich auch nicht gleich diese These vertreten:
Alkohol auf der Straße zu trinken ist (bekantlich) verboten, man kennt die Geschichten von in andere Gefäße umgefüllte oder in braunen Tüten versteckten Getränken. Auch beim am Wochenende stattgefundenen CSD wurde vorher von den OrganiosatorInnen gewarnt, dass man festgenommen würde, wenn man gegen dieses Gesetz verstößt. So fehlten uns doch sehr die üblichen Sektflaschen und wir waren auch auf keiner Privatparty am Straßenrand geladen, die sich auf ihrem Privatgrundstück so zu helfen wußten:
Umso erstaunter waren wir, dass es dann abends in der hiesigen Hauptkneipe J.R.'s sogar Bier im Freien gab, allerdings musste man dazu erst durch eine Ausweiskontrolle:
Beim gestrigen Straßenfest war dies allerdings schon etwas komischer. Es gab nur zwei kleine eingezäunte Bereiche, in denen man Bier und "liquors" trinken durften, in denen der Alkohol aber so rationiert war, dass diese Käfige eigentlich nur aus Schlangen bestanden.
Und so richtig Stimmung wollte beim Kontakt zum Bühnenprogramm nur durch den Zaun auch nicht aufkommen.
Ein anderes Problem: Die Lizenzvergabe für Alkoholausschank ist sehr reglementiert. Bei dem heißen Wetter sind die Abende hier das Schönste, aber mein geliebtes draußen sitzen schwierig. Denn die netten Cafés mit Außenflächen haben keine Ausschanklizenzen und fast alle anderen Außensitzgelegenheiten sind Restaurants (wobei wir beim Thema Essen zu allen Tages- und Nachtzeiten wären...).
Und doch komme ich ausreichen zu meinem Lieblingsgetränk:
Wodka Cranberry, wenn auch nicht im aus dem Roses bekannten Mischungsverhältnis.
Mit den Alkoholgesetzen ist hier übrigens nicht zu Spaßen. Letzte Woche musste eine Frau aus Virginia für 27 Monate ins Gefängnis, weil sie an ihre minderjährigen Kinder Alkohol ausgegeben hatte. Die Hauptsorge ist allerdings, dass die Jugendlichen alkoholisiert Auto fahren, denn das darf man natürlich minderjährig und ohne Auto kann man hier ja auch nichts machen...
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