Thursday, February 12, 2009

Lincoln


In Deutschland ist am gestrigen 12. Februar wahrscheinlich mehr über den 200. Geburtstag Darwins geschrieben worden, aber witzigerweise ist genau am selben Tag und im selben Jahr auch Abraham Licoln geboren, der mit George Washington und Franklin Delano Rooselvelt (FDR) zu den wichtigsten Präsidenten der USA zählt. Washington-Besuchern hauptsächlich durch das Lincoln Memorial bekannt, von dem aus man den schönen Blick auf die Mall bis zum Kapitol hat.

Und vor dem sich alle gerne fotografieren lassen, wobei bei den Amis die Verehrung ihres 16. Präsidenten sicher eine größere Rolle spielt als bei den ausländischen Touristen.

Die Wahl Abraham Lincolns, der sich gegen die Ausbreitung der Sklaverei in die Nordstaaten ausgepsrochen hatte, im November 1860 zum Präsidenten führte zum Ausbruch des Amerikanischen Bügerkriegs 1861 noch vor dessen Amtseinführung. Nach Abschaffung der Sklaverei durch die Emanzipationserklärung Lincoln 1862 und brutalen Kämpfen mit 620.000 Toten endete der Bürgerkrieg im 9. April 1865. Lincoln wurde am 14. April im Ford-Theater in Washington ermordert. Dass die Abschaffung der Sklaverei ein bedeutender Schritt in der Geschichte der USA war, kann man leicht nachvollziehen. (hier die schon gezeigte Statue im Lincoln Park in Capitol Hill, unserer ehemaligen Wohngegend)

Auch noch einleuchtend ist die große Leistung Lincolns, das Auseinanderbrechen der Union aus Nord- und Südstaaten vehindert zu haben. Unverständlicher ist für uns allerdings immer wieder, dass der Civil War bis zum heutigen Tag eine unglaubliche Bedeutung in der amerikanischen Gesellschaft spielt, ständig darüber gesprochen, geschrieben und Dokumentationen über ihn gezeigt werden. Und bei unseren Ausflügen in die Umgebung sieht man eine Bürgerkriegs-Gedenkstätte nach der anderen, die wir bisher haben links liegen lassen, was sich daran zeigt, dass ich kein einziges Foto in meiner großen Sammlung gefunden habe. Aber Text und Bilder müssen irgendwann noch folgen.

Seit seinem historischen Sieg wird Obama gerne in einem Atemzug mit Lincoln genannt. Auch Lincoln kam auch aus (Springfield) Illinois, Obama sieht ihn als sein großes Vorbild und hat seinen Amtseid auf Lincolns Bibel geleistet und eines seiner großen Ziele ist ebenfalls, dass Land und die verschiednen Lager zusammenzubringen und zu einigen. Wie schwierig das ist, hat sich schon in den ersten Wochen seiner Amtszeit gezeigt, in denen Obama es nicht gelungen ist, eine große parlamentarische Mehrheit für seinen Wirschaftsplan zu finden. Vielleicht ist sein Vorbild doch etwas zu groß...

Was uns am Rande der vielen Berichterstattung sehr amüsiert hat: Es gibt eine Theorie mit recht ernsthafter Forschung, dass Lincoln schwul war oder zumindest homosexuelle Beziehungen hatte.

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