Sunday, February 1, 2009

Ski Liberty

Lange schon hatten wir geplant, auch hier einmal Ski fahren zu gehen, wenn schon uns viele Leute gewarnt hatten, dass man dazu entweder nach Neuengland oder in den Westen reisen müsse. Uns reichte aber (erstmal) der Versuch eines der in den Appalachen gelegenen Skigebiete, etwas über 100km entfernt, direkt hinter der Mason-Dixon Linie, die Maryland von Pennsylvania trennt. Natürlich fährt man hier nicht wie in Deutschland beuqeum mit dem Zug direkt an den Lift sondern landet - nachdem man das Skibegiet hinter Bauernhöfen schon aus der Ferne sehen konnte - erst mal im Stau vor dem Parkplatz.

Doch dann war alles gut organisiert, sowohl die Massen-Ski-Ausleihstelle als auch die sehr amerikanische Einweisung in den Lift, die keinen Sessel leer hochfahren lies.

Sehr schöne Pistenbezeichnungen und die Hänge doch länger und anspruchsvoller als erwartet.

Was ich allerdings noch nie so erlebt habe, war der sehr große Anteil an Anfängern. Bei der Beobachtung der Abfahrenden konnte man sich immer gut amüsieren und die Lifte blieben ständig stehen, weil die Leute es nicht rein oder raus schafften. Dies hing aber wahrscheinlich auch mit dem hohen Anteil an Snowboardfahrern zusammen - in Europa wahrscheinlich inzwischen auch nicht anders.

Die Snowboardfahrer in Kombination mit wahrscheinlich reinem Kunstschnee trugen allerdings dazu bei, dass die Hänge am Nachmittag fast nur noch aus Eisplatten bestanden. Wir waren froh, dass wir uns nicht für die Late night Karte entschieden hatten sondern lieber ins Motel ins benachbarte Hagerstown fuhren. Eine von Deutschen gegründete Stadt, in der heute aber nur noch die "Schmankerl-Stube" an diesen Teil der Geschichte erinnert, in der wir aber bestens Spätzle und Kartoffelsalat und vieles leckeres mehr aßen. (Die bayrische Deko und die Bedienungen im Drindel sind hier leider nur schwer zu erkennen.)

Nach optimaler Sonne und Temperaturen am ersten Tag war es dann am Sontag 15 Grad warm, die Eisplatten waren zwar nun weich, aber die Kurven im schweren Schnee wurden von Stunde zu Stunde anstrengender. Und manche Leute kamen ziemlich ins Schwitzen...

Und wo könnte man nach einem frühlingshaften Kaffee in der Sonne besser einkehren als hier?

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